Zum Auftakt der Feier zum 40-jährigen Bestehen der Sportschule Moo Duk Kwan im Asia Sports Center wurde Hans Jürgen Leitner von der Politik und dem bayerischen Taekwondo-Verband für seine 40-jährige Tätigkeit als Trainer und Gründer dieser Kampfsportschule geehrt. Dem folgte die überwältigende Jubiläums-Gala „Bodies in Motion 2“, die die Besucher regelrecht von den Sitzen riss.
„40 Jahre sind genug, ich werde mich aus der Öffentlichkeit zurückziehen und mich in Zukunft mehr meiner Familie widmen“, erklärte Leitner sichtlich gerührt. „Ich habe wegen der Aufbauarbeit und dem Betrieb unserer Sportschule meine Kinder kaum gesehen, ich will das jetzt mit meinen Enkeln nachholen. Vielen Dank.“ Sprach’s und verließ mit seiner Enkelin auf dem Arm winkend die Bühne.
Wie er mitteilte, werde er bei der Organisation von großen Veranstaltungen künftig kürzer treten, um sich mehr um sein Privatleben zu kümmern. Als Haupt-Trainer bleibt er der Sportschule weiterhin erhalten, betonte Leitner im Nachgang der Veranstaltung ausdrücklich.
Vorher hatten sein Team, seine Schüler und Schülerinnen, sowie die für die Gala eingeladenen Sportler und Sportlerinnen gezeigt, was sie so alles draufhaben. Sie spulten innerhalb von vier Stunden ein tolles Programm ab, das mit Fug und Recht als perfektes Gesamtkunstwerk bezeichnet werden kann. Die Auftritte folgten Schlag auf Schlag, begleitet von fetziger Musik und einer bewundernswerten Präzision.
Zunächst zeigten die Kleinsten zwischen sechs und zwölf Jahren, dass sie den Älteren in nichts nachstehen in punkto Einsatz, Kampfgeist, Fairness, Disziplin und Respekt anderen gegenüber. Dann meisterten die Jugendlichen und Erwachsenen in mit tollen akrobatischen Leistungen verbundenen Auftritten alle Herausforderungen, die Teil dieser asiatischen Sportarten sind.
Einer der weiteren Höhepunkte dieses spannungsreichen und an Showelementen reichen Abends war der spektakuläre Auftritt der Delegation der Young San Universität aus Südkorea, zu der die Windsheimer seit Jahren hervorragende Kontakte pflegen. Die Splitter der mit waghalsigen Sprüngen schwungvoll zertrümmerten Bretter, flogen von der Bühne bis ins Publikum, das von so viel Einbeziehung ins praktische Geschehen begeistert (und unverletzt) war. Weitere Gäste aus der Ukraine und Südkorea, deren Elemente auf totaler Körperbeherrschung aufgebaut waren, rundeten diese sehenswerte Jubiläums-Gala ab.