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Veröffentlicht am 08.07.2026 10:55

Brot schon wieder schimmelig? Tricks für längere Frische

Im Brotkasten, in der Bäckertüte oder im Kühlschrank? So wird frisches Brot im Sommer am besten gelagert. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Im Brotkasten, in der Bäckertüte oder im Kühlschrank? So wird frisches Brot im Sommer am besten gelagert. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Im Brotkasten, in der Bäckertüte oder im Kühlschrank? So wird frisches Brot im Sommer am besten gelagert. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)

Gefühlt gerade erst gekauft und schon zeigt das Brot erste fiese weißlich-blaugrüne oder watteartige Schimmel-Flecken? Das passiert bei sommerlichen Temperaturen schneller als im Rest des Jahres. Schuld sind Hitze und höhere Luftfeuchtigkeit. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) rät daher zu kleineren Broten beziehungsweise Mengen, die man bei (hoch-)sommerlichen Temperaturen kaufen sollte. 

6 Tipps, um Schimmel zu vermeiden

Doch auch die können zum Schimmel-Magneten werden. Die Ernährungsexperten haben Tipps, wie man Schimmel oder Austrocknung verbeugen kann:

  • Für die Haltbarkeit spielt die Brotsorte eine Rolle: Roggen- und Vollkornbrote bleiben meist länger frisch. Je höher der Weizenmehlanteil, desto schneller wird das Brot trocken und hart. Sauerteigbrote sind haltbarer als Hefebrote.
  • Frisches Brot lagert man am besten bei gleichmäßiger Zimmertemperatur, trocken und lichtgeschützt. 
  • Ist absehbar, dass das Brot schnell aufgebraucht wird, belässt man es idealerweise in der „Bäckertüte“. Das sorgt dafür, dass die knusprige Kruste erhalten bleibt. Stellt man das Brot dabei aufrecht auf die Schnittfläche, bleibt es innen zudem länger saftig. 
  • Für eine längere Lagerung eignen sich dicht schließende Brotkästen oder Brottöpfe aus Steingut oder Keramik. Um die Schimmelgefahr zu verringern, sollte der Brotkasten aber alle ein bis zwei Wochen mit Essigwasser gereinigt und anschließend gründlich getrocknet werden. 
  • In den Kühlschrank gehört Brot grundsätzlich nicht, denn dort wird es besonders schnell altbacken und verliert an Geschmack. Eine Ausnahme gilt bei schwülheißem Wetter: Dann können vor allem helle Brotsorten und Toastbrot kurzfristig im Kühlschrank gelagert werden, um Schimmelbildung vorzubeugen.
  • Wenn schon im Vorhinein klar ist, dass Brot länger aufbewahrt werden soll, friert man es am besten möglichst frisch und bereits in Scheiben geschnitten ein. So hält es sich ein bis drei Monate. „Bei Bedarf werden die Scheiben über Nacht bei Raumtemperatur aufgetaut oder können noch gefrostet direkt im Toaster knusprig geröstet werden“, rät BZfE-Expertin Julia Seeher. Falls dabei am Brot Eiskristalle kleben, vorher abklopfen, um Wasser vom Toaster fernzuhalten.

Was tun, wenn der Schimmel bereits zugeschlagen hat?

Sind auf dem Brot bereits weiße, bläuliche oder grünliche Flecken zu sehen? Dann ist klar, dass sich Schimmelpilze entwickelt haben. Besonders verpacktes Schnittbrot ist dafür anfällig. Das BZfE erklärt den Grund: Bereits beim Schneiden gelangen Schimmelsporen aus der Umgebung leichter auf die Krume, also das Brotinnere. Die luftdichte Verpackung begünstigt dann bei feuchter Wärme das Wachstum.

Warum sollte man auf keinen Fall verschimmelte Stellen einfach abschneiden und das Brot dennoch essen? Weil Schimmelpilze und die von ihnen gebildeten Giftstoffe sich unsichtbar im Inneren des Brotes verbreiten können. Deshalb muss der ganze Laib entsorgt werden, so das BZfE.

Nicht schimmelig, sondern nur alt und hart?

Ist das Brot lediglich trocken und hart geworden, muss es nicht in den Müll. Seeher empfiehlt, daraus Paniermehl, Croûtons oder Brotchips zu machen. Es eigne sich zudem für Brotsuppe, Brotsalat oder Brotauflauf. „Einzelne Scheiben schmecken aber auch als Bruschetta oder mit Gemüse und Käse überbacken aus dem Ofen“, lautet Seehers Tipp.

© dpa-infocom, dpa:260708-930-351761/1


Von dpa
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