Dank Helmut Schleich sammelt Rothenburg viel Geld für ein Ukraine-Hilfsprojekt | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 01.08.2025 17:13

Dank Helmut Schleich sammelt Rothenburg viel Geld für ein Ukraine-Hilfsprojekt

Freuten sich über den Erlös für das Hilfsprojekt Medicines4Ukraine!: der amtierende Präsident des Rotary Clubs, Dr. Benedikt Stegmann (links), und Kabarettist Helmut Schleich. (Foto: Rotary Club/Bernhard Schmitz)
Freuten sich über den Erlös für das Hilfsprojekt Medicines4Ukraine!: der amtierende Präsident des Rotary Clubs, Dr. Benedikt Stegmann (links), und Kabarettist Helmut Schleich. (Foto: Rotary Club/Bernhard Schmitz)
Freuten sich über den Erlös für das Hilfsprojekt Medicines4Ukraine!: der amtierende Präsident des Rotary Clubs, Dr. Benedikt Stegmann (links), und Kabarettist Helmut Schleich. (Foto: Rotary Club/Bernhard Schmitz)

Die Veranstaltung war fast ausverkauft und die Einnahmen des Abends kamen dem Spendenprojekt Medicines4Ukraine! des Rotary Clubs zu Gute. Dr. Benedikt Stegmann, amtierender Präsident, möchte die 13.000-Euro-Marke noch knacken.

Die Organisierenden freuten sich sehr darüber, den Kabarettisten Helmut Schleich „für einen Auftritt in Rothenburg” anwerben zu können, hieß es in einer Mitteilung. Die teils von „sehr weit her angereisten” Gäste der Veranstaltung seien ebenfalls begeistert gewesen.

Mit Bühnenpräsenz die Halle ausgefüllt

Nach Begrüßung des Publikums durch den amtierenden Präsidenten des Rotary Clubs, Dr. Benedikt Stegmann, und der Erläuterung des Spendenzwecks, betrat Schleich die Bühne. Der heute in Schwabing wohnende Künstler brauchte für sein aktuelles Programm „Das kann man so nicht sagen” nicht viel: Lediglich einen Tisch, einen Stuhl und ein „dezent betuchtes Rednerpult” habe der Kabarettist aufgebaut. Ihm gelang es, durch seine Bühnenpräsenz die Reichsstadthalle auszufüllen, wurde berichtet.

Sein „ungezügeltes Mundwerk” nebst dem „scharf beobachtenden und noch schärfer formulierten Geist” trugen zu Pointen bei, die das Publikum mehr als einmal kräftig applaudieren ließ. Mit schwarzem Humor behandelte Schleich Themen wie die aktuelle Wirtschaft, deren nachhaltige Kehrtwende er laut Mitteilung in seinem Programm kritisch begegnete.

Bahn und Politik als Zielscheibe für Spott

Er wolle „auch eine Lanze brechen für die Deutsche Bahn”, wird Schleich zitiert. So habe die Bahn im Münchner Hauptbahnhof Stehzüge bereitgestellt, in denen sich Menschen aufwärmen konnten und dann wieder gehen. Schleich bezeichnete diese Methode als „Modell für die Zukunft Deutschlands” – „absolut pünktlich, Ankunfts- und Abfahrtszeit deckungsgleich”.

Auch über Politikerinnen und Politiker des ehemaligen und aktuellen Bundestags hatte er ein paar Pointen vorbereitet. Dabei nahm er Grünen-Politikerinnen und -Politiker, wie zum Beispiel Ex-Vorsitzende Ricarda Lang oder Anton Hofreiter, Vorsitzender des Ausschusses für die Angelegenheiten der Europäischen Union, aufs Korn. Markus Söder und Olaf Scholz kamen ebenfalls nicht gut weg. So attestierte er Scholz ein „so dickes Fell, dass er gar kein Rückgrat mehr braucht”.

Nebenbei machte er dem Publikum ein Geständnis: Die Pointen, die „die Realität jeden Tag liefert”, wären ihm nicht am Schreibtisch eingefallen. Themen wie Geistlichkeit, Corona, Klimaaktivistinnen und -aktivisten, queere Menschen und Gendern seien ebenfalls in seinem Programm zur Sprache gekommen.

Abschluss und Höhepunkt des Abends in der Reichsstadthalle sei Schleichs Parodie von CSU-Übervater Franz-Josef-Strauß gewesen, „demjenigen, der Bayern erfunden” habe. Politisch blieb es bis zum Ende: Klar distanzierte sich Schleich von der AfD.

11.000 Euro für Medicines4Ukraine!

Der Rotary Club betont: „Allein mit dem Hauptact sind bereits über 11.000 EUR an Einnahmen für das Spendenprojekt Medicines4Ukraine! zusammen gekommen.” Zusätzlich hätten Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung auch noch Beitrage von bis zu 100 Euro gespendet. Das sei „sehr bewegend” gewesen.

Ziel ist es, die 13.000-Euro-Marke in den kommenden Wochen noch zu knacken. Die Spendengelder kommen medizinischen Einrichtungen in der Ukraine zugute, die während des Krieges einen Medikamentennotstand verzeichnen müssen. „Gerade jetzt, wo das Leid in der Ukraine von Tag zu Tag schlimmer wird”, sei die Spendenaktion ein Schritt in die richtige Richtung. Die Organisierenden bedanken sich für die Unterstützung aller, die sich am Projekt beteiligt haben oder noch beteiligen werden.


Von ipo
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