Die Deko-Handelskette Depot befindet sich in schwierigen finanziellen Zeiten. Jetzt wurde ein Insolvenzverfahren in Eigenregie beantragt. Was das für die Ansbacher Filiale im Retti-Center bedeutet, ist bisher nicht bekannt. Der zuständige Vermieter zeigt sich derzeit aber optimistisch, dass die Filiale bestehen bleibt.
Das Insolvenzverfahren hatte die Gries Deco Company GmbH beantragt, zu der Depot gehört. Wie mehrere Medien berichten, bewilligte das Amtsgericht Aschaffenburg ein Schutzschirmverfahren. Dieses Verfahren soll einerseits das Unternehmen vor Zugriffen von Gläubigern schützen. Andererseits kann die Geschäftsführung die Sanierung selbst vorantreiben. Bis Jahresende soll die Neuausrichtung feststehen.
Die Langhammer Holding GmbH, die das Retti-Center verwaltet, hat noch keine Signale bekommen, wie es mit der Depot-Filiale in Ansbach weitergeht. „Eine Schließung würden wir bedauern“, betont Geschäftsführer Dirk Langhammer gegenüber der Fränkischen Landeszeitung. Er zeigt sich aber optimistisch, dass die Depot-Filiale erhalten bleiben kann.
Der Optimismus hat einen Grund: Als es zuletzt hieß, bis zu 90 der mehr als 300 Filialen müssten auf ihre Wirtschaftlichkeit überprüft werden, war die Ansbacher Depot-Filiale nicht in der Diskussion, weil es sich um eine gut laufende Filiale handelt, wie Dirk Langhammer ausführt. Auch in der Schlachthofstraße in Rothenburg führt Depot eine Filiale.
Die Gries Deco Company GmbH äußert sich nicht zu dem Insolvenzverfahren. Eine Anfrage der FLZ ließ die PR-Abteilung unbeantwortet.
Dieser Text wurde erstmals am 20. Juli 2024 publiziert.