Dinkelsbühl: Reparatur-Café macht Uhren und Maschinen flott | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 15.02.2023 12:37

Dinkelsbühl: Reparatur-Café macht Uhren und Maschinen flott

Hier bearbeiten Helmut Rögele (links) und Wolfgang Gerke (rechts) einen Schwibbogen. (Foto: Philipp Zimmermann)
Hier bearbeiten Helmut Rögele (links) und Wolfgang Gerke (rechts) einen Schwibbogen. (Foto: Philipp Zimmermann)
Hier bearbeiten Helmut Rögele (links) und Wolfgang Gerke (rechts) einen Schwibbogen. (Foto: Philipp Zimmermann)

Helmut Rögele und Wolfgang Gerke machen sich konzentriert über einen Schwibbogen her. Aus der Ruhe bringen lassen sie sich dabei nicht. Die Zeit für Kommunikation ist knapp bemessen, schließlich warten an diesem frühen Abend noch zahlreiche weitere Aufträge auf die beiden und das fünfköpfige Helferteam des AWO-Reparatur-Cafés.

Jeden ersten Dienstag im Monat öffnet es die Dinkelsbühler Arbeiterwohlfahrt (AWO). Die Nachfrage ist groß, der Stamm der Helfer dagegen aktuell überschaubar. Aus diesem Grund ist die AWO dringend auf der Suche nach Unterstützung.

So läuft es in den Räumlichkeiten im Spitalhof, seit es die Pandemie wieder zulässt. Erst Kaffee und Kuchen beim Seniorentreff, anschließend wird ab 17.30 Uhr bis in den Abend hinein repariert. Einige bleiben nach dem gemütlichen Kaffeekränzchen gleich sitzen, haben ihre defekten Gegenstände schon dabei und schlagen so zwei Fliegen mit einer Klappe. „Das Ganze hier ist auch ein Treffpunkt für die Leute“, findet die stellvertretende AWO-Vorsitzende Sieglinde Müller.

Für feine Arbeiten fehlen die Helfer

Der Weihnachtsschmuck wird sich an diesem Abend nicht mehr final reparieren lassen, die Fassungen der Lichter sind in keinem guten Zustand mehr, wie Rögele erklärt. „Im Dezember wäre das kein Problem gewesen, aber heute habe ich keine neuen Fassungen dabei. Im Februar rechnet man damit ja auch nicht mehr unbedingt“, stellt er fest.

Gerade für die feinen, technischen Arbeiten wie zum Beispiel das Reparieren von Handys fehlen momentan Helfer, erklärt Brunhilde Kolb, die Vorsitzende der Dinkelsbühler AWO. Der Helferstamm ist überschaubar, kommen dann krankheitsbedingte Ausfälle oder Urlaube hinzu, wird es eng.

Denn Nachfrage ist da, erklärt Kolb. Im Schnitt etwa zehn Personen kommen Monat für Monat mit den verschiedensten Gerätschaften vorbei. Von Weihnachtsbeleuchtung, über Uhren, Mikrowellen und Nähmaschinen bis hin zu defekten Rasenmähern ist schon alles auf den Tischen der Helfer gelandet.

Zur Reparatur sind oft nur Kleinigkeiten nötig

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die reichen, damit ein Apparat wieder funktioniert. Beim besagten Rasenmäher waren die Schneideblätter falsch herum eingebaut, bei einer vermeintlich defekten Kaffeemaschine steckte nur eine Bohne fest.

Doch einige Herausforderungen sind sehr knifflig, da stehen dann schon mal mehrere Helfer gleichzeitig länger um einen Tisch herum. Gerade in diesen Situationen wäre es laut Kolb hilfreich, wenn das Team noch etwas größer wäre, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Das Reparatur-Café hat zwar bis mindestens 20 Uhr geöffnet, doch manchmal passiert es trotzdem, dass Leute mit ihren defekten Geräten unverrichteter Dinge wieder weggeschickt werden müssen.

Wer sich einmal unverbindlich als Helfer ausprobieren möchte, der kann sich bei Brunhilde Kolb unter der Telefonnummer 09851/53758 melden. Zwei große Werkzeugkoffer stehen vor Ort zur Verfügung.


Von Philipp Zimmermann
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