Ein herausfordernder Winter: 1400 Tonnen Salz für die Straßen im Landkreis NEA | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 24.02.2026 07:00

Ein herausfordernder Winter: 1400 Tonnen Salz für die Straßen im Landkreis NEA

Die Winterdienste, ob vom Staatlichen Bauamt, vom Landkreis oder den Kommunen, hatten heuer zahlreiche Einsätze. Unser Foto stammt aus Neustadt. (Foto: Ute Niephaus)
Die Winterdienste, ob vom Staatlichen Bauamt, vom Landkreis oder den Kommunen, hatten heuer zahlreiche Einsätze. Unser Foto stammt aus Neustadt. (Foto: Ute Niephaus)
Die Winterdienste, ob vom Staatlichen Bauamt, vom Landkreis oder den Kommunen, hatten heuer zahlreiche Einsätze. Unser Foto stammt aus Neustadt. (Foto: Ute Niephaus)

Der sich allmählich seinem Ende zuneigende Winter hat den Landkreis stark gefordert. In der Kreisausschusssitzung vermeldete Landrat Dr. Christian von Dobschütz beeindruckende Zahlen, was die Räum- und Streudienste betrifft. 490 Winterdiensteinsätze wurden demnach durchgeführt.

Doch was genau verbirgt sich hinter dieser Zahl. Nun, für die Beschäftigten des Kreisbauhofs bedeutete dies, dass der so genannte „Weckdienst” bereits ab 2.30 Uhr auf den Landkreisstraßen im Einsatz war und die „neuralgischen Punkte” kontrollierte, um der Frühschicht gleich die wichtigsten Einsatzorte nennen zu können. Besagte Frühschicht war dann ab 3 Uhr auf den Beinen und wurde dann am späten Vormittag durch die Tagschicht unterstützt, die ihrerseits erst um 20 Uhr Feierabend hatte, Bei Extremwetter – wie an mehreren Tagen im Januar – waren die Bauhofleute auch schon mal rund um die Uhr im Einsatz.

Der „Weckdienst” habe zudem immer die „Glättemeldeanlagen” mit Livebildern im Blick sowie die Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes. Werde irgendwo Straßenglätte festgestellt, wird das vorhandene Personal alarmiert, das sich naturgemäß nicht mehr auf die Bediensteten des Kreisbauhofs beschränken kann. Im Einsatz seien dann auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von rund 30 Landkreiskommunen sowie der landkreiseigenen Schulen. Im Idealfall seien bis zum einsetzenden Berufsverkehr zumindest die Kreisstraßen befahrbar.

2000 Arbeitsstunden auf den Kreisstraßen

Auf den knapp 400 Kilometern der Kreisstraßen seien in der bisherigen Winterdienstsaison rund 2000 Arbeitsstunden zusammengekommen und insgesamt wurden dabei rund 43.000 Kilometer geräumt und gestreut. Dabei wurden 1400 Tonnen Streusalz benötigt, was vor allem aufgrund der derzeit noch geringen Lagerkapazitäten auf dem Scheinfelder Bauhof eine echte Herausforderung gewesen sei. Die Vorräte waren schnell aufgebraucht und es musste jeweils nachbestellt werden, und weil die Nachfrage bundesweit groß war, dauerte es manchmal 14 Tage, bis wieder neues Streusalz eingetroffen war.

Man habe deshalb – und weil auch einzelne Kommunen im Salz-Notstand waren und beim Kreisbauhof höflichst anfragten, ob der nicht ein bisserl aushelfen könnte – auch drei Streufahrzeuge mit Sole befüllt. Dabei handelt es sich um eine wässrige Lösung mit einem hohen Salzanteil, der das Wasser selbst bei extremen Minusgraden am Gefrieren hindert. Insgesamt wurden davon 85.000 Liter verwendet, die dem Landkreis gegen eine bloße Aufwandsentschädigung von den Straßenmeistereien Uffenheim und Neustadt überlassen worden waren.

Neue Salzhalle für Scheinfeld geplant

Bestätigt fühlen dürfte sich die Kreisbauverwaltung damit auch in ihrem Wunsch nach dem Bau einer neuen Salzlagerhalle auf dem Scheinfelder Bauhofgelände, die der Kreistag im vergangenen Jahr nach einigem Hickhack und diversen Einsparungsbeschlüssen genehmigt hatte. Für diese Halle, so wurde in der Sitzung berichtet, liefen bereits erste Arbeiten und der Rohbau werde voraussichtlich Mitte bis Ende März in Angriff genommen. Besagter Rohbau wird demnach etwas günstiger, als kalkuliert: Die Schätzung hatte bei 300.000 Euro gelegen, doch der Auftrag wurde für 284.000 Euro an ein Unternehmen aus Burgbernheim vergeben.

Ebenfalls billiger – und zwar deutlich – werden die Spezialtiefbauarbeiten: Mit 75.000 Euro hatte man gerechnet, doch das Deggendorfer Unternehmen, das den Zuschlag erhielt, wird nur rund 34.000 Euro in Rechnung stellen. Mit der Fertigstellung der Halle ist laut Zeitplan dann im Juli zu rechnen – also noch weit vor dem nächsten Winter.


Patrick Lauer
Patrick Lauer
Redakteur
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