Für den Grünen-Landtagsabgeordneten Martin Stümpfig ist die Schließung des Ansbacher Klimaladens „das vollkommen falsche Signal“. Gerade in Zeiten hoher Energiekosten und der dringenden Notwendigkeit von Klimaschutzmaßnahmen sei eine „gute und fundierte Energieberatung“ besonders wichtig.
Stümpfig erinnert in einer Pressemitteilung daran, dass er als damaliger Klimaschutzmanager der Stadt Ansbach den Klimaladen mit aus der Taufe gehoben hat. Hauptzweck des Vereins war von Anfang an der Betrieb der Beratungsstelle. Der Grünen-Abgeordnete: „Es tut wirklich weh, wenn in der heutigen Zeit solche Entscheidungen getroffen werden.“
Die Ziele des Klimakonzepts der Stadt Ansbach aus dem Jahr 2010 seien nicht annähernd erreicht. Die Anlaufstelle für eine Energieberatung sei eines der wenigen Projekte gewesen, die tatsächlich realisiert wurden. „Aber auch das ist nun Geschichte. Die Beratung für eine effiziente Heizung, für die richtigen Förderprogramme und effektive Maßnahmen gegen Schimmel gibt es nun nicht mehr.“
Stadt und Stadtwerke als Hauptakteure hinter dem Klimaladen-Verein hatten die Schließung mit stark gesunkenen Besucherzahlen begründet. Die Beratung soll es weiterhin geben, aber eben nicht mehr im Klimaladen, sondern bei den Interessenten vor Ort, per E-Mail, Telefon oder im Stadthaus beziehungsweise bei den Stadtwerken.
Das sei viel zu wenig, findet hingegen Stümpfig. „Wir brauchen dringend eine zentrale Anlaufstelle und Aktionen zum Thema Energieeinsparung, richtig sanieren und Beratung zu Förderprogrammen.“ Die geringen Besucherzahlen hängen aus seiner Sicht mit dem Angebot zusammen.
Er erinnerte an die Anfangsjahre, als es regelmäßig Vorträge zu vorbildlichen Sanierungen und andere Veranstaltungen gab, um die Bekanntheit des Ladens zu steigern. In anderen Regionen in Bayern hätten entsprechende Angebote großen Zulauf.
Stümpfig: „Ich hoffe sehr, dass wir bald eine Neuauflage einer Energie-Beratungsstelle, eine echte regionale Energie-Agentur haben werden. Eine Zusammenarbeit mit dem Landkreis bietet sich an und der Freistaat gibt Fördermittel.“