N-Ergie erteilt Zuschlag: MaxSolar baut bei Winterschneidbach Großbatteriespeicher | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 18.03.2026 10:57

N-Ergie erteilt Zuschlag: MaxSolar baut bei Winterschneidbach Großbatteriespeicher

In direkter Nachbarschaft zum Umspannwerk im Ansbacher Ortsteil Winterschneidbach soll der neue Großbatteriespeicher entstehen.  (Foto:  N-ergie/Nils Werner)
In direkter Nachbarschaft zum Umspannwerk im Ansbacher Ortsteil Winterschneidbach soll der neue Großbatteriespeicher entstehen. (Foto: N-ergie/Nils Werner)
In direkter Nachbarschaft zum Umspannwerk im Ansbacher Ortsteil Winterschneidbach soll der neue Großbatteriespeicher entstehen. (Foto: N-ergie/Nils Werner)

In dem Ansbacher Ortsteil soll der bisher größte netzdienliche Batteriespeicher Bayerns entstehen. Diese Auswirkungen wird er auf das Stromnetz haben.

Die Ausschreibung ist durch: die N-Ergie Netz GmbH hat dem Infrastrukturentwickler MaxSolar aus Traunstein den Zuschlag für den Bau und Betrieb eines netzdienlichen Großbatteriespeichers erteilt. Den Auftrag erhält das Unternehmen MaxSolar mit Sitz in Traunstein, teilte N-Ergie in einer Pressemitteilung mit.

Entstehen soll der Batteriespeicher im Ansbacher Ortsteil Winterschneidbach – in unmittelbarer Nähe zum modernisierten und größten Umspannwerk im Netzgebiet. Der Bau des bislang größten netzdienlich betriebenen Batteriespeichers in Bayern soll bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 starten.

Großprojekt mit 20 Megawatt Leistung

Geplant ist ein Batteriespeicher mit einer Leistung von 20 Megawatt sowie einer Kapazität von 100 Megawattstunden. Damit handelt es sich um den bislang größten netzdienlich betriebenen Batteriespeicher in Bayern. Der Baubeginn ist für die zweite Jahreshälfte vorgesehen.

Der Speicher wird „netzdienlich“ betrieben. Das bedeutet, dass sich das Be- und Entladen nicht an Börsenstrompreisen orientiert, sondern am Bedarf des Stromnetzes. Ziel ist es, die Aufnahmefähigkeit für erneuerbare Energien zu erhöhen und Netzengpässe zu reduzieren. Gerade in Regionen mit viel Photovoltaik könnten so typische Mittagsspitzen abgefedert werden, so die N-Ergie.

Baustein für die Energiewende

Laut Mitteilung bezeichnet Kerstin Fröhlich, Geschäftsführerin der N-Ergie Netz GmbH, das Konzept als richtungsweisend: Batteriespeicher seien ein zentraler Baustein für eine erfolgreiche Energiewende, wenn sie gezielt zur Netzstabilisierung eingesetzt werden.

Auch MaxSolar sieht in dem Projekt laut N-Ergie großes Potenzial. Geschäftsführer Christoph Strasser bezeichnet die Speicher als „Rückgrat einer resilienten Energieversorgung”. Sie seien unverzichtbar sowohl im Hinblick auf den Klimaschutz als auch auf Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Planbarkeit.

Ein netzdienlicher Betrieb ermögliche zudem eine effizientere Nutzung der bestehenden Netzinfrastruktur und senke langfristig die gesamtwirtschaftlichen Kosten. Die neue Anlage soll konkret einen lokalen Netzengpass entlasten. Das Vorhaben ist bereits mit der Bundesnetzagentur abgestimmt.


Irmeli Pohl
Irmeli Pohl
Volontärin
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