Für seine Innovationskraft und künstlerische Qualität ist das Theater Regensburg bei der Verleihung der „Oper! Awards“ zum „Besten Opernhaus des Jahres“ gekürt worden. Die Relevanz einer Bühne bemesse sich nicht nach ihren Quadratmetern, sagte Jury-Vorsitzender Ulrich Ruhnke und bescheinigte dem Haus „künstlerische Exzellenz und programmatische Unerschrockenheit“.
Weitere Preisträger waren die Staatskapelle Berlin mit ihrem Generalmusikdirektor Christian Thielemann als „Bestes Orchester“ und Barrie Kosky in der Kategorie „Bester Regisseur“. Den Preis für die „Beste Aufführung“ nahm Opernstar Cecilia Bartoli, Leiterin der Salzburger Pfingstfestspiele, für „Hotel Metamorphosis“ entgegen.
Regensburg zeige, dass es auch abseits der Metropolen große Oper gebe, sagte Ruhnke. Er würdigte Intendant Sebastian Ritschel samt seinem Team: „Hier begegnet uns eine Haltung, die vor allem eines auszeichnet: Mut statt Vorsicht. Auf dieser Bühne riskiert man mit größtem Erfolg Musiktheater in seiner ganzen Breite als hochkarätiges Wagnis.“ Verliehen wird der Preis von der Fachzeitschrift „Oper!“.
Ritschel ist seit der Spielzeit 2022/23 Intendant in Regensburg. Im Frühjahr darf er sich über die nächste Auszeichnung freuen: Am 8. Mai wird das Theater nach Angaben des Kunstministeriums zum Staatstheater ernannt.
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