Seit Oktober 2025 ist die stationäre Kurzzeitpflege „Zeitinsel” unter Trägerschaft des Evangelischen Vereins für Gemeindediakonie Feuchtwangen in Betrieb. Bislang konnten über 100 Gäste versorgt werden, berichtete die Leiterin der Einrichtung, Lisa Egelkraut.
Die Gäste kamen aus den Landkreisen Ansbach und Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, dem Ostalbkreis und sogar bis aus Ingolstadt. Ab März sind laut Egelkraut alle vorhandenen 22 Plätze belegt und die Einrichtung in den Räumen der Praxisklinik ausgelastet. Ebenso gebe es jetzt schon für die Sommermonate viele Anfragen von Angehörigen, die einmal eine Auszeit von der häuslichen Pflege benötigten. „An manchen Tagen steht das Telefon nicht mehr still und wir müssen die Aufenthaltszeiten kontinuierlich hochfahren”, erklärte Egelkraut.
Der Betrieb in der „Zeitinsel” sei gut angelaufen, betonte auch Geschäftsführerin Irina Reim. „Wir müssen nun Gas geben, damit wir die vielen Anfragen nach einem Platz in der Kurzzeitpflege erfüllen können.” Gerade zur richtigen Zeit sei daher die „großzügige” Spende der Sparkasse in Stadt und Landkreis Ansbach in Höhe von 40.000 Euro gekommen. Das Geld soll für die Anschaffung von Pflegeutensilien und Mobiliar verwendet werden, wie es bei der Spendenübergabe hieß.
Die Trägerschaft für eine Kurzzeitpflege zu übernehmen, sei ein mutiger Schritt gewesen, der viel Arbeit mit sich gebracht habe, hob der Vorsitzende des evangelischen Vereins für Gemeindediakonie, Pfarrer Wigbert Lehner, hervor. Er lobte insbesondere das Pflegepersonal. Die Aufgaben in einer Kurzzeitpflege seien andere als in der ambulanten Pflege, denn es gebe viele wechselnde Gäste. Die „Zeitinsel” sei ein Wagnis für den Verein und für dessen Mitglieder gewesen, weshalb man über jegliche Spenden äußerst erfreut sei.
Der stellvertretende Vereinsvorsitzende, dritter Bürgermeister Herbert Lindörfer, dankte dem Landkreis Ansbach – bis 2021 hat ANregiomed in der Praxisklinik selbst eine Kurzzeitpflege betrieben – und der Stadt Feuchtwangen, die das Kurzzeitpflege-Projekt vorangebracht und finanziell unterstützt haben. Denn: Jeder einzelne Tag, an dem Angehörige von der häuslichen Pflege entlastet würden, sei für diese „goldwert“.
Der Landkreis und die Stadt hätten alles getan, damit in die Praxisklinik wieder „Leben einkehre“, merkte Bürgermeister Patrick Ruh an. Für Feuchtwangen sei die Kurzzeitpflege ein wichtiger Schritt und eine gute Sache. Landrat Dr. Jürgen Ludwig würdigte das Engagement des Vereins für Gemeindediakonie als Träger der Kurzzeitpflege. Die Einrichtung sei ein weiterer Baustein in der Versorgungslandschaft im Landkreis. Bei dem Thema vielseitige Pflegeangebote sei man auf einem guten Weg, meinte der Landrat. Diese müssten sich aber ergänzen und finanziell tragen.
Die Sparkassenstiftung sei eine gemeinnützige Stiftung und setze sich für das Allgemeinwohl ein, teilte Vorstandsvorsitzender Werner Frieß mit. Wenn man zusammenwirke, dann könne etwas Großes und zum Nutzen aller entstehen. Der Weg allein aber sei mit viel Engagement verbunden. Das des Evangelischen Vereins für Gemeindediakonie Feuchtwangen wolle die Sparkassenstiftung mit der Spende würdigen, so Frieß.