Der Ortsverband der Grünen in Burgbernheim ist noch jung. Neun Mitglieder zählt er. Zur Kommunalwahl im nächsten Jahr gibt es aber eine eigene Liste mit sieben Kandidierenden.
Lange sei es fraglich gewesen, ob der Ortsverband, den es erst seit Mai dieses Jahres gibt, eine eigene Liste zusammenbekommt, sagte der stellvertretende Ortsverbandsvorsitzende Felix Gerstner bei der Nominierungsveranstaltung im Bernatura. „Umso mehr freuen wir uns, dass es geklappt hat.“
Gerstner selbst kandidierte nicht. Denn er verlässt wegen seines Umzugs den Ortsverband im nächsten Jahr. Die Vorsitzende Gudrun Schiestl-Frank verabschiedete ihn schweren Herzens. Sie freute sich ebenfalls, dass der junge Ortsverband eine Liste stellen könne.
Die Kreisvorsitzende Annemarie Bruckert leitete die Nominierungsversammlung. Sie freute sich, dass die Veranstaltung im Bernatura stattfand. Die Verbindung zwischen Altem und Neuem passe gut zu den Grünen.
Die sieben anwesenden Stimmberechtigten hatten dann einige Abstimmungen vor sich. Als erstes erklärten sich die Stimmberechtigten mit dem Frauenstatut der Grünen einverstanden. Das bedeutet: Bei den ungeraden Listenplätzen haben Frauen immer Vorrang, Ausnahmen seien jedoch möglich, erläuterte Bruckert, wobei die Frauen dann ein Vetorecht hätten. Beschlossen wurde für diese Nominierung allerdings einstimmig, dass die Plätz drei, fünf und sieben geöffnet werden sollen.
Bei der Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten nannten diese unter anderem als Ziele, frischen Wind ins Rathaus zu bringen und die Wärmeplanung voranzubringen. Auch die Ortsteile sollen nicht vernachlässigt und lebenswerter gemacht werden.
Die Liste wurde in der vorgeschlagenen Reihenfolge der Bewerberinnen und Bewerber einstimmig nach geheimer Abstimmung genehmigt. Da es nur sieben Kandidatinnen und Kandidaten für die 16 Plätze gab, beschloss die Nominierungsversammlung, dass die ersten beiden Kandidierenden dreifach und die weiteren fünf Kandidierenden zweifach auf der Liste aufgeführt werden sollen.
Kreis- und Stadträtin Ruth Halbritter (Rudolzhofen) begrüßte die erste grüne Liste in Burgbernheim und gratulierte den Kandidierenden. Es lohne sich, „für Eure Heimat und Euer Umfeld zu engagieren.“
Jede Zeit habe ihre Herausforderungen, aktuell sei es der Klimawandel. Diesen beherzt angehen, sei die Vorgabe. „Dazu haben wir die Möglichkeiten.“ Auch die Natur zu erhalten und zu pflegen, sei nach wie vor ein wichtiges Ziel.
Das Alter bezieht sich auf den Wahltag.