Kreuzgangspiele Feuchtwangen 2026: Michael Grötzsch erhält den FLZ-Theaterpreis | FLZ.de | Stage

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 02.08.2026 20:18

Kreuzgangspiele Feuchtwangen 2026: Michael Grötzsch erhält den FLZ-Theaterpreis

Laudator Klaus Seeger, Verleger Harald Wiedfeld, Preisträger Michael Grötzsch und Intendant Johannes Kaetzler (v.l.)  (Foto: Martina Haas)
Laudator Klaus Seeger, Verleger Harald Wiedfeld, Preisträger Michael Grötzsch und Intendant Johannes Kaetzler (v.l.) (Foto: Martina Haas)
Laudator Klaus Seeger, Verleger Harald Wiedfeld, Preisträger Michael Grötzsch und Intendant Johannes Kaetzler (v.l.) (Foto: Martina Haas)

Michael Grötzsch ist der diesjährige Empfänger des Theaterpreises der Fränkischen Landeszeitung, mit der bei den Kreuzgangspielen jedes Jahr eine besondere künstlerische Leistung ausgezeichnet wird. Er spielt in dieser Festspielzeit die Titelrolle in „Der Diener zweier Herren“.

Der 1988 in Dessau geborene Grötzsch ist in Feuchtwangen kein Neuling. Bereits während seiner Ausbildung, die er 2019 abschloss, spielte er bei den Kreuzgangspielen im Jugendstück “Kleider machen Leute“ im Nixel-Garten. 2022 war Michael Grötzsch auf der Bühne im Kreuzgang in Schillers „Kabale und Liebe“ sowie in „Pippi Langstrumpf“ zu sehen. 2023 stand er im “Jedermann” und in “Der Geizige” auf der Bühne. Im Sommer 2024 war er sowohl in “Der Besuch der alten Dame” als auch in “Mord im Orientexpress” zu sehen. 2025 spielte er den stolzen Mr. Fitzwilliam Darcy in “Stolz und Vorurteil” sowie diverse Rollen in “Sherlock Holmes – ein Skandal”.

Für den Regisseur die Wunschbesetzung

Der Regisseur Achim Conrad wünschte sich Michael Grötzsch für die Produktion „Der Diener zweier Herren” für die Rolle des Truffaldino. Eine gute Wahl, wie sich herausstellte, denn dieser Charakter braucht den nötigen „Drive”, wie sich Laudator Klaus Seeger, Moderator und Programmleiter bei Radio 8, ausdrückte. Um diese Figur glaubwürdig werden zu lassen, sei ein Spiel zwischen „mit angezogener Handbremse” und „weit über das Ziel hinaus” nötig, meinte Seeger.

Bald ein Paar: Smeraldina (Kirsten Schneider) und Truffaldino (Michael Grötzsch). (Foto: Nicole Brühl)
Bald ein Paar: Smeraldina (Kirsten Schneider) und Truffaldino (Michael Grötzsch). (Foto: Nicole Brühl)

Kreuzgangspiele Feuchtwangen: „Der Diener zweier Herren” mit Tiefgang und Musik

Carlo Goldonis Komödie ist ein hochbetagter Klassiker. Die Mischung macht's. Achim Conrad inszeniert mit Witz und Gefühl – und italienischen Liedern.
12.06.2026 21:15
query_builder5min

Der neue Theaterpreisträger verstehe diese Kunst. Die Rolle sei ein Drahtseilakt, Abend für Abend. Beeindruckend sei aber nicht nur Grötzschs schauspielerische Leistung. Auch die körperliche Leistung sei enorm bei diesem rasanten Spiel auf der Bühne, so der Laudator. Sein exaktes Timing und seine präzise Spielweise hätten die fünfköpfige Jury, die Bettina Baumann, Sybille Schipper, Klaus Seeger, Thomas Schoppik von der Rehau und FLZ-Kulturredakteur Thomas Wirth gebildet hatten, voll überzeugt.

Der neue FLZ-Theaterpreisträger zeigte sich von der Ehrung überwältigt. In seinen Dank an das Ensemble, die Regie und Intendanz sowie alle, die hinter der Bühne dafür sorgen, dass alles reibungslos klappt, bezog er auch das Publikum mit ein: „Es ist ein Spaß, diese Geschichten hier im Kreuzgang erleben zu dürfen.” Das Stück zu erarbeiten sei ein Traum gewesen, sagte Grötzsch. Der 38-Jährige verriet, dass es sein erster Preis überhaupt sei.

Das könnte Sie auch interessieren
Vom schnellen Abdriften in die Sucht: Schultheater mit Botschaft in RothenburgZweite Premiere in Rothenburg: Trio sorgt für schräges Gewimmel am Toppler-Theater30 Jahre „Rampenlicht”: Das inklusive Theaterprojekt in Bruckberg feiert Jubiläum70 Jahre Städte-Patenschaft: Edenkoben trifft Dinkelsbühl bei SommerfestEin achtsam mordender Schauspieler: Er spielt die Hauptrolle am Toppler-TheaterSchwarzer Humor am Rothenburger Toppler-Theater: „Achtsam morden“ hat PremiereTheater aus Burgoberbach: Sisis Leben auf der Festung Lichtenau inszeniertPlaten-Gymnasium Ansbach: Ehemalige Schülerin kehrt als Dramaturgin zurückDer Klosterhof in Rothenburg wird im Sommer wieder eine besondere KulturbühneDer Zirkus Charles Knie in Ansbach: Hier sind die FLZ-BilderKinderzeche in Dinkelsbühl: Erster Bürgermeister verabschiedet sich von der BühneTheater Ansbach: Vom Shakespeare-Klassiker bis zur schwarzen KomödieMehr Flexibilität: So soll das Theater Ansbach saniert und modernisiert werdenZwischen Yogamatte und Theaterbühne: Daniela Voß am Toppler-Theater in RothenburgManche konnten es gar nicht glauben: Neustadts VR-Teilhabebank spendete großzügig

„Kreuzgangspiele sind die Seele Feuchtwangens”

Seeger sprach in seiner Laudation auch vom „Zauber des Theaters” und der „Magie des Kreuzgangs”. Er erinnerte daran, dass 1949 nach dem Schrecken zweier Weltkriege und einer mörderischen Diktatur „freiheitsliebende Menschen aus Feuchtwangen” die Kreuzgangspiele aus der Taufe gehoben haben.

Bei der Verleihung des Kreuzgangpreises mit dabei waren (von links): Radio-8-Programmleiter Klaus Seeger, FLZ-Chefredakteurin Gudrun Bayer, Preisträgerin Edina Hojas, Geehrter Ulrich Westermann, Intendant Johannes Kaetzler und Feuchtwangens Bürgermeister Patrick Ruh. (Foto: Martina Kramer)

Der Kreuzgangspreis der FLZ geht an Edina Hojas

Die Schauspielerin ist in den beiden Abendstücken „Stolz und Vorurteil” und „Sherlock Holmes – ein Skandal” in Feuchtwangen zu sehen. Mit ihrer Leistung überzeugte sie die Jury.
24.07.2025 17:00
query_builder4min

Die Kreuzgangspiele seien die Seele Feuchtwangens, und seit fast 80 Jahren verbreite sich dieser Geist der Freiheit vom Kreuzgang weit hinaus ins Land. Der Laudator mahnte, dass weder die Kunst- noch die Pressefreiheit selbstverständlich sind, aber unverzichtbar für die Demokratie.

Die undotierte gläserne Trophäe wurde am Samstag nach einer ausverkauften Vorstellung vor Publikum und im Beisein von FLZ-Verleger Harald Wiedfeld und Chefredakteurin Gudrun Bayer übergeben.

Fertigt die Glasobjekte für den Kreuzgangpreis der Fränkischen Landeszeitung an: Cornelius Réer. (Foto: Thomas Wirth)
Fertigt die Glasobjekte für den Kreuzgangpreis der Fränkischen Landeszeitung an: Cornelius Réer. (Foto: Thomas Wirth)

Kreuzgangspiele Feuchtwangen: Ein Blick in die Glaswerkstätte Cornelius Réer

Der Nürnberger Glasmacher hat zehn neue Objekte für den Feuchtwanger Theaterpreis der Fränkischen Landeszeitung angefertigt. Eine herausfordernde Aufgabe.
31.07.2026 07:00
query_builder5min
north