Leerstand wird beseitigt: Rofu zieht in die Welserstraße in Ansbach | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 11.11.2025 14:59

Leerstand wird beseitigt: Rofu zieht in die Welserstraße in Ansbach

Einen langjährigen Leerstand beseitigen und ein Einzelhandelsunternehmen in Ansbach halten: Diese Ziele verfolgt die Verwaltung mit der Änderung des Bebauungsplanes „Nahversorgungszentrum Welserstraße”. Im Bauausschuss wurde das Vorhaben mit Wohlwollen aufgenommen. Das Gremium gab eine einstimmige Empfehlung an den Stadtrat ab.

Konkret geht es um das Gebäude mit der Adresse Welserstraße 17. Hier haben unter anderem Arcadium Fitness und die Tanzschule Dance14s ihren Standort. Im Erdgeschoss des Gebäudes herrscht aber seit mehreren Jahren ein Leerstand. Früher war hier der TTL-Markt zu finden, der mittlerweile in der Rothenburger Straße ansässig ist.

Das Spielwarengeschäft muss umziehen

Mit dem Rofu Kinderland will sich hier jetzt ein Einzelhandelsunternehmen ansiedeln, das schon seit Jahren in Ansbach ist. Das Spielwarengeschäft ist aktuell noch in der Meinhardswindener Straße. Da der Standort aber modernisiert werden soll und im Anschluss neben dem Rewe-Markt unter anderem auch Aldi Waren anbieten soll, braucht Rofu eine neue Heimat in Ansbach.

Das ist auch der Grund, warum der bestehende Bebauungsplan für den Bereich in der Welserstraße geändert werden muss. Bislang setzt der Plan ein Sondergebiet mit der Zweckbestimmung Vergnügungsstätten, Dienstleistungen und Einzelhandelsbetriebe fest, wie Stadtplanerin Andrea Heinlein in der Sitzung des Bauausschusses sagte.

Das Problem: Aufgrund der bestehenden Festsetzungen wären hier aber Betriebe, die innenstadtrelevante Sortimente anbieten, nicht zulässig, wie Heinlein deutlich machte. Doch genau ein solches Sortiment bietet Rofu teilweise an.

Das Konzept wird berücksichtigt

Auf der anderen Seite steht das Einzelhandelsentwicklungskonzept (EEK) der Stadt Ansbach. Dieses wiederum empfiehlt die Ansiedlung von Unternehmen mit innenstadtrelevanten Sortimenten, um das bestehende Angebot zu sichern und weiterzuentwickeln. Man sehe kein Hindernis für die Rofu-Ansiedlung, betonte denn auch Heinlein. Folglich schlug die Verwaltung vor, die innenstadtrelevanten Sortimente auch für diesen Bereich zuzulassen.

Laut Heinlein wird dies als Anlass genutzt, den Einzelhandelsstandort in der Welserstraße, für den zwei Bebauungspläne gelten, ganzheitlich zu betrachten. Hier schlägt das EEK ein Nahversorgungszentrum vor. Dieser Empfehlung soll mit der Aufstellung des Bebauungsplanes ebenfalls Rechnung getragen werden.

Stadtplanerin zerstreute Sorgen

Kritische Stimmen gab es im Bauausschuss zu dem Vorhaben nicht – im Gegenteil. „Wir begrüßen es, dass ein Leerstand behoben wird”, sagte etwa Oliver Rühl für die Grünen. Kleinere Bedenken äußerten Jochen Sauerhöfer (CSU) und Elke Homm-Vogel (Freie Wähler/Die Ansbacher). Sie hatten Sorgen, dass sich ein positiver Beschluss negativ auf die Modernisierung des Einkaufsstandortes in der Meinhardwindener Straße auswirkt. Diese Sorgen konnte Stadtplanerin Heinlein allerdings zerstreuen.

Deshalb empfahl der Bauausschuss dem Stadtrat einstimmig, einen städtebaulichen Vertrag zu billigen, den Bebauungsplan aufzustellen und die Öffentlichkeit zu beteiligen.

Hier, wo im Erdgeschoss seit Jahren ein Leerstand vorherrscht, will sich der Spielwaren-Experte Rofu ansiedeln. (Archivbild: Florian Schwab)
Hier, wo im Erdgeschoss seit Jahren ein Leerstand vorherrscht, will sich der Spielwaren-Experte Rofu ansiedeln. (Archivbild: Florian Schwab)
Hier, wo im Erdgeschoss seit Jahren ein Leerstand vorherrscht, will sich der Spielwaren-Experte Rofu ansiedeln. (Archivbild: Florian Schwab)

Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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