„Die Füllung ist immer ein Gebatze“, sagt Monika Haspel, während sie ein Blech voller Krapfen mit Hagebuttenmarmelade füllt. Die Hauswirtschaftsmeisterin aus dem Lichtenauer Ortsteil Boxbrunn (Landkreis Ansbach) gibt schon seit mehr als 40 Jahren Kurse an der Volkshochschule. Der aktuelle Renner sind Küchle und Krapfen, erzählt sie.
Das Geheimnis des perfekten Krapfens steckt für sie im Hefeteig. Eiermenge und Fettgehalt unterscheiden sich im Vergleich zu einem gewöhnlichen Hefeteig. Als besondere Zutat empfiehlt sie Zitronenschale oder Zitronenöl. Auch die Ruhezeit des Teiges ist essenziell. „Er muss sich verdoppeln“, betont Haspel. Zum Ausstechen eigne sich am besten ein runder Plätzchenausstecher. Ein Glas sollte man nicht verwenden, weil der Rand sonst zusammengedrückt wird und der Teigling dann im Fett nicht richtig aufgeht.
Für das Ausbacken empfiehlt Monika Haspel Pflanzenfett und mittlere Hitze. Die Temperatur lässt sich am einfachsten mit einem Digitalthermometer kontrollieren und sollte idealerweise 160 Grad betragen. Während die erste Seite im Fett Blasen wirft, legt man am besten einen Deckel auf den Topf oder die Fritteuse, rät sie. Bei der zweiten Seite kann man darauf verzichten.
Gefüllt wird klassisch mit Hagebuttenmarmelade. Von modernen Füllungen hält sie wenig. „Wenn ich meine Kurse halte, kommen die Teilnehmenden immer zu mir und sagen: ,Gott sei Dank haben Sie Hagebuttenmarmelade‘“, berichtet sie. Auch ihr Mann Werner mag es lieber traditionell. „Was ich persönlich noch gelten lasse, ist Vanillepudding.“
Zutaten
Für den Teig:
Zubereitung:
1. Aus allen zimmerwarmen Zutaten einen weichen, geschmeidigen Hefeteig herstellen. Den Teig kräftig schlagen, bis er glatt und glänzend ist. Anschließend zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich der Teig sichtbar vergrößert hat.
2. Den Teig auf einem leicht bemehlten Backbrett etwa 2 bis 3 cm dick ausrollen, dabei zwischendurch immer wieder lösen, damit er nicht festklebt. Mit einem Ausstecher (ca. 8 cm Durchmesser) Krapfen ausstechen.
3. Die Teiglinge auf ein Brett legen, das mit einem Tuch abgedeckt ist, dann erneut abdecken und die Teilchen so lange gehen lassen, bis sie etwa die doppelte Höhe erreicht haben.
4. In einem flachen Topf das Fett langsam auf 160°C erhitzen. Die Krapfen mit der Oberseite nach unten ins Fett legen und zunächst zugedeckt backen. Nach etwa einer Minute wenden, offen fertig backen, bis die Krapfen rundum goldbraun sind.
Füllen und Servieren:
Die Marmelade vorsichtig erwärmen und in einen Spritzbeutel mit langer Spitze füllen. Jeden Krapfen seitlich oder von oben mit 15–25 g Marmelade füllen. Zum Schluss großzügig mit Puderzucker bestäuben.
Frisch und lauwarm schmecken die Krapfen am besten.
Tipps und Tricks:
– Von der abgewogenen Mehlmenge einen kleinen Teil wegnehmen und erst am Schluss portionsweise dazugeben, bis der Teig sich von der Schüssel löst.
– Zum Auswellen sehr wenig Mehl verwenden. Dieses verbrennt sonst im Fett und wird braun. Dadurch wird das Fett schneller „verbraucht“.
– Je dünner und schärfer der Ausstecher ist, desto besser gehen die Krapfen auf.
– Gefrierbeutel eignen sich nicht zum Füllen
– Wenn die Teigmenge verdoppelt wird: 3 ganze Eier und ein Eigelb verwenden
– Krapfen können einwandfrei eingefroren werden. Dazu sofort nach dem Erkalten verpacken und einfrieren. Am besten in der Verpackung auftauen lassen, eventuell kurz erwärmen.