Wie Menschen mit Behinderung mehr Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht werden kann, dafür gibt es viele Ansätze. In der Sitzung des Ausschusses für Soziales und Gesellschaft wurden am Montag Heidi Müller und Peter Holzmann als neue Kreisbehindertenbeauftragte bestellt. Mit Nikolai Warth wurde zudem ein neuer Integrationslotse präsentiert.
Mit einem „Herzlich willkommen an Bord“ begrüßte Landrat Christian von Dobschütz Müller und Holzmann in ihrer neuen Funktion. Das Zweiergespann folgt auf Tanja Siemund-Özca und Rebekka Hartlehnert, die von 2017 bis Ende des vergangenen Jahres die Aufgabe ehrenamtlich übernommen hatten. Müller und Holzmann „verbinden Erfahrung, Interesse und Engagement“, zudem habe Letztgenannter als langjähriger Tiefbauamtsleiter die notwendige Expertise in baulichen Fragen. Holzmann ist zudem noch stellvertretender Bürgermeister in Neustadt.
Zu den Aufgaben der Kreisbehindertenbeauftragten zählen unter anderem „die Wahrnehmung und Förderung der Belange von Menschen mit Behinderung sowie die Planung von Maßnahmen zur Gleichstellung und Integration von Menschen mit Behinderung in der Verwaltung und in den Betrieben des Landkreises“. Getreu dieser Aufgabenstellung fungieren Heidi Müller und Peter Holzmann künftig als konkrete Ansprechpartner für Betroffene, deren Anliegen sie sich annehmen und dann den Kreistag darüber unterrichten.
Gemäß der 2017 vom Kreistag erlassenen Geschäftsordnung koordinieren die Kreisbehindertenbeauftragten zudem die Zusammenarbeit mit ihren Mitstreitern auf kommunaler Ebene sowie den fachlich relevanten Institutionen – etwa dem Jugendhilfeausschuss sowie der Rehabilitationsträger. Weiter heißt es: „Die Kreisbehindertenbeauftragte wird bei allen wichtigen Vorhaben und Aktivitäten […] des Landkreises beteiligt, welche sich auf Menschen mit Behinderung auswirken.“
Neben Müller und Holzmann wurde in der öffentlichen Sitzung auch Nikolai Warth vorgestellt. Gemäß der Landkreisregelung bei den Integrationslotsen ist eine Stelle auf zwei Träger aufgeteilt – die Diakonie und die Caritas: Während Iris Reichel bei der Caritas verantwortlich zeichnet, war die Stelle bei der Diakonie seit geraumer Zeit vakant. Diese übernahm nun Warth bereits zum 1. April dieses Jahres und unterstützt seitdem und zukünftig Iris Reichel bei ihrer Arbeit.
Zu den Aufgaben der beiden Integrationslotsen zählt unter anderem, Ehrenamtliche im Bereich Asyl und Integration praxisnah zu informieren, zu unterstützen und zu begleiten. Sie fungieren als zentrale Ansprech- und Netzwerkpartner für die besagten Ehrenamtlichen, sollen möglichst neue Engagierte gewinnen und als Anlaufstelle für regionale Akteure im Bereich Asyl und Integration fungieren. „Wir freuen uns, dass die Stelle nun wieder vollständig besetzt ist und damit die Unterstützungsangebote im Bereich der Ehrenamtskoordination und Integrationsarbeit uneingeschränkt zur Verfügung stehen“, so der Landrat.