Rekord bei Berufsmesse in Feuchtwangen: 2000 Jugendliche und 100 Ausstellende | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 10.10.2025 10:00

Rekord bei Berufsmesse in Feuchtwangen: 2000 Jugendliche und 100 Ausstellende

Welcher Beruf passt zu mir? Darüber konnten sich Schülerinnen und Schüler bei der Orientierungsmesse informieren. (Foto: Peter Tippl)
Welcher Beruf passt zu mir? Darüber konnten sich Schülerinnen und Schüler bei der Orientierungsmesse informieren. (Foto: Peter Tippl)
Welcher Beruf passt zu mir? Darüber konnten sich Schülerinnen und Schüler bei der Orientierungsmesse informieren. (Foto: Peter Tippl)

„Macher gesucht“ war an einem Firmenstand bei der Orientierungsmesse Ausbildung und Beruf angeschrieben, und eine Rekordzahl von etwa 2000 künftigen „Macherinnen und Machern“ konnte sich bei rund 100 Ausstellern auf die Suche nach ihrem Traumberuf machen.

Angebote kamen dabei aus Handwerk, Industrie, Dienstleistung, Verwaltung, Hochschulen oder dem medizinisch-sozialen Bereich. Diese Chance der zukünftigen Orientierung, des Dialogs mit den Unternehmen, Bildungsträgern und Ausbildern sowie des Auslotens von Perspektiven für und in der Region und für die Heimat ist laut Herbert Lindörfer, Beauftragter des veranstaltenden Zweckverbands Industrie-/Gewerbepark Interfranken, eine ideale Plattform für die Jugendlichen seit nunmehr über 25 Jahren.

Ausbildung ist das Fundament für Persönlichkeitsentwicklung, und ohne Ausbildung blieben viele Türen verschlossen. Im letzten Schuljahr gingen laut Lindörfer in Deutschland 62.000 Schülerinnen und Schüler ohne Abschluss von der Schule. Nicht nur für Lindörfer „ein Warnsignal”. Frühzeitige Orientierung, gezielte Begleitung, Mentoring und Berufsberatung gelte es einzusetzen, damit Jugendliche ihre Stärken erkennen.

Lebendiges Miteinander beeindruckte

Von einer Ausbildung profitiert man das ganze Leben, war auch Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster aus eigener Erfahrung überzeugt und dankte dem Ausrichter für die Wahl dieser „hervorragenden Location“ in der BauAkademie Feuchtwangen. Für die Ausrichtung der 27. Orientierungsmesse dankte auch Landrat Dr. Jürgen Ludwig, zumal der Landkreis Ansbach seit der ersten Auflage dabei ist. Viele Aspekte und Anreize seien für die Jugendlichen notwendig, und dies sei bei den Einblicken in etwa 120 Berufsbildern absolut gegeben.

Von der Vielfalt und Bandbreite der Berufsbilder war auch Dr. Katrin Lenzinger, die leitende Regierungsdirektorin, begeistert. Regelrecht beeindruckt sei sie von dem quirligen und lebendigen Miteinander und Austausch von Jugendlichen und Ausstellern. Das Miteinander über Generationen hinweg ist auch der BauAkademie wichtig, betonte deren Geschäftsführerin Gabriela Gottwald, denn Projekte zwischen Kindergarten und Deutscher Meisterschaft der Fliesen,- Platten- und Mosaikleger würden an der BauAkademie gefördert.

Ein „modellhaftes Miteinander”

Ein „modellhaftes Miteinander“ bescheinigte Feuchtwangens Bürgermeister Patrick Ruh der Orientierungsmesse, die bestes Beispiel für unbürokratische Organisation sei. Sein Dank galt Herbert Lindörfer sowie ZV-Geschäftsführerin Hedwig Schlund und Mitarbeiterin Gerda Weinberger. Für die wohlwollenden Grußworte dankte Lindörfer, und statt eines offiziellen Rundgangs regte er Gespräche mit den Ausstellern und Jugendlichen an. Davon machten die Ehrengäste regen Gebrauch und erfuhren interessante Meinungen und eine „Hitliste“ der gewünschten Berufe.

Krankenschwester und Pflegebereich standen dabei ganz oben, und „wir sind absolut zufrieden mit dem Interesse“, hieß es am Stand von ANregiomed. Am Stand der Polizei wollten viele Mädchen einen Einblick in das Berufsfeld erhalten, und im Bereich der Technik faszinierte der 3D-Druck. Eine Firma aus Feuchtwangen kann sich laut dem Ausbilder über einen Auftrag eines großen deutschen Automobilherstellers über 500 Millionen Euro freuen und benötige daher dringend Auszubildende und Fachkräfte.

Interesse der Jugendlichen bestand auch an der Finanzbranche und den Verwaltungen. Beim Handwerk konnte ein kleiner Bagger getestet und auch eine Mauer aus Steinen hergestellt werden - und natürlich waren die Jugendlichen von den vielen „Glücksrädern“ und Spielen mit kleinen Gewinnen an den Ständen begeistert.


Von Peter Tippl
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