Einen ungünstigen Ort für sein Wirken hat sich ein Biber in der Nähe von Sachsen ausgesucht. Der Nager staute über Monate, so beobachtete ein Leser, den kleinen Bach unterhalb des Ortsteils Hirschbronn auf. Er befürchtete deshalb eine Gefahr für den Bahndamm.
Der Biber habe den Durchfluss blockiert und so „einen beachtlichen See” angestaut, schilderte der Sachsener. Es bestehe die Möglichkeit, dass der Bahndamm im Lauf der Monate durchnässt und instabil werden könnte, gab er zu bedenken.
Auf FLZ-Nachfrage bestätigte eine Sprecherin der Deutschen Bahn die Einschätzung. „Grundsätzlich kann ein Wasserstau ohne Gegenmaßnahmen dazu führen, dass der Untergrund durchweicht und es gegebenenfalls zu Unebenheiten im Bahndamm kommt, die die Stabilität gefährden können.”
Inzwischen seien aber erste Maßnahmen ergriffen und das Personal vor Ort aktiv geworden, konnte sie Entwarnung geben. Zuerst müsse das aufgestaute Wasser abgepumpt werden. „Im Anschluss wird der Biberdamm entfernt und so der Einlauf des Bahndurchlasses wieder freigemacht.”
Als weitere Sicherungsmaßnahme wird eine Berme am Fuß des Bahndamms aufgeschüttet. Dabei handelt es sich um einen Absatz in der Böschung, der diese unterbricht. In die Berme werden ein Rohrdurchlass und eine Drainage eingebaut.
„Die Arbeiten dauern nach aktuellem Stand voraussichtlich bis in den Oktober hinein”, heißt es von der Pressestelle der Bahn. „Da der Biber unter Artenschutz steht, sind entsprechende Genehmigungen erforderlich.”