Sachsen bei Ansbach: Wie ein Biber einen Bahndamm gefährdet | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 22.08.2025 10:13

Sachsen bei Ansbach: Wie ein Biber einen Bahndamm gefährdet

Für eine Überschwemmung hatte ein Biber bei Hirschbronn gesorgt. (Foto: Helmut Hartmann)
Für eine Überschwemmung hatte ein Biber bei Hirschbronn gesorgt. (Foto: Helmut Hartmann)
Für eine Überschwemmung hatte ein Biber bei Hirschbronn gesorgt. (Foto: Helmut Hartmann)

Einen ungünstigen Ort für sein Wirken hat sich ein Biber in der Nähe von Sachsen ausgesucht. Der Nager staute über Monate, so beobachtete ein Leser, den kleinen Bach unterhalb des Ortsteils Hirschbronn auf. Er befürchtete deshalb eine Gefahr für den Bahndamm.

Der Biber habe den Durchfluss blockiert und so „einen beachtlichen See” angestaut, schilderte der Sachsener. Es bestehe die Möglichkeit, dass der Bahndamm im Lauf der Monate durchnässt und instabil werden könnte, gab er zu bedenken.

Deutsche Bahn hat erste Maßnahmen ergriffen

Auf FLZ-Nachfrage bestätigte eine Sprecherin der Deutschen Bahn die Einschätzung. „Grundsätzlich kann ein Wasserstau ohne Gegenmaßnahmen dazu führen, dass der Untergrund durchweicht und es gegebenenfalls zu Unebenheiten im Bahndamm kommt, die die Stabilität gefährden können.”

Inzwischen seien aber erste Maßnahmen ergriffen und das Personal vor Ort aktiv geworden, konnte sie Entwarnung geben. Zuerst müsse das aufgestaute Wasser abgepumpt werden. „Im Anschluss wird der Biberdamm entfernt und so der Einlauf des Bahndurchlasses wieder freigemacht.”

Arbeiten bis in den Oktober hinein

Als weitere Sicherungsmaßnahme wird eine Berme am Fuß des Bahndamms aufgeschüttet. Dabei handelt es sich um einen Absatz in der Böschung, der diese unterbricht. In die Berme werden ein Rohrdurchlass und eine Drainage eingebaut.

„Die Arbeiten dauern nach aktuellem Stand voraussichtlich bis in den Oktober hinein”, heißt es von der Pressestelle der Bahn. „Da der Biber unter Artenschutz steht, sind entsprechende Genehmigungen erforderlich.”


Andrea Walke
Andrea Walke
... ist Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach und seit Dezember 2012 bei der FLZ. Sie fühlt sich in Rathäusern genauso wohl wie in Gerichtssälen und trifft am liebsten Menschen, die eine interessante Geschichte zu erzählen haben. Seit 2017 betreut sie redaktionell die Aktion "FLZ-Leser helfen".
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