Schluss mit oft ausufernder Bildschirmzeit, zurück in einen getakteten Schulalltag. Für manche Kinder ist das wie ein kalter Entzug, sagt Florian Buschmann. Doch gerade deshalb ist nach Ansicht des Medienkompetenz-Experten der Schulanfang ein guter Moment, um den Alltag neu zu ordnen.
Schließlich wird von Stundenplan bis festen Terminen ohnehin die Woche neu strukturiert - im Zuge dessen lassen sich auch Medienregeln leichter etablieren. Geschieht das dagegen im Laufe des Schuljahres, könnten Begrenzungen wie eine Strafe für vergangenes Verhalten wirken, so Buschmann, nach Eigenauskunft selbst ehemals Betroffener von Mediensucht.
Wenn Absprachen für das Schuljahr getroffen werden, ist allerdings ganz wichtig, dass es nicht nur Regeln zur Mediennutzung gibt, sondern auch mögliche Konsequenzen. Sprich: Was geschieht, wenn die Grenzen überschritten werden? Bleibt das offen oder halten sich Eltern dann nicht auch verlässlich daran, wird jedes Mal neu verhandelt - Stress vorprogrammiert.
Buschmanns Tipp: Damit kein zu krasser Wechsel erfolgt, können die Medienzeiten auch schrittweise heruntergefahren werden. Und Eltern und Kinder sollten einen Termin setzen, wo überprüft wird, wie es läuft. Guter Zeitpunkt dafür sind die Herbstferien. Denn wer erst im Winter merkt, dass etwas kippt, hat bereits ein Schulhalbjahr verloren.
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