Skandalautor Houellebecq meldet sich wieder zurück | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 22.01.2026 16:26

Skandalautor Houellebecq meldet sich wieder zurück

Einige Gedichte des Bands wurden auch auf seinem neuen Album vertont. (Archivbild) (Foto: Andreu Dalmau/EFE / EPA FILES/dpa)
Einige Gedichte des Bands wurden auch auf seinem neuen Album vertont. (Archivbild) (Foto: Andreu Dalmau/EFE / EPA FILES/dpa)
Einige Gedichte des Bands wurden auch auf seinem neuen Album vertont. (Archivbild) (Foto: Andreu Dalmau/EFE / EPA FILES/dpa)

Gleich mit zwei Projekten plant Michel Houellebecq (69) Anfang März seine Rückkehr. Vier Jahre nach seinem jüngsten Roman bringt er den Gedichtband „Combat toujours perdant“ („Der stets verlorene Kampf“) heraus. Die Veröffentlichung ist laut mehreren Online-Buchhändlern derzeit für den 4. März geplant.

Nur zwei Tage später soll das Musikalbum „Souvenez-vous de l’homme“ („Erinnert euch an den Menschen“) folgen. Es entstand in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Frédéric Lo, der den Veröffentlichungstermin 6. März auf seinem Instagram-Account ankündigte. 

Lo ist ein bekannter französischer Singer-Songwriter, Komponist und Produzent, der unter anderem mit dem britischen Musiker Pete Doherty zusammengearbeitet hat.

Tournee geplant

Der Gedichtband versammelt Texte, von denen mehrere auf dem Album mit zwölf Liedern vertont wurden. Ein erster Song soll Ende Januar auf Streamingplattformen erscheinen. Im April sind zehn Konzerte in einem Pariser Theater geplant, anschließend eine Tournee. Ob Houellebecq damit auch in Deutschland auftritt, ist bislang nicht bekannt.

Für Houellebecq ist das musikalische Experiment kein Neuland: Schon zuvor hatte er Gedichte mit elektronischer Musik kombiniert. 

Houellebecq gilt als einer der meistübersetzten und zugleich umstrittensten Autoren Frankreichs - für die einen ein zynischer Provokateur, für die anderen ein scharfsinniger Chronist westlicher Gesellschaften. 2010 erhielt er für „Karte und Gebiet“ den Prix Goncourt, sein 2015 erschienener Roman „Unterwerfung“, in dem Frankreich von einem muslimischen Präsidenten regiert wird, löste eine heftige politische Debatte aus.

© dpa-infocom, dpa:260122-930-583098/1


Von dpa
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