Staedtler-Beschäftigte protestieren in Nürnberg auch gegen Sugenheimer Schließung | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 26.02.2026 18:22

Staedtler-Beschäftigte protestieren in Nürnberg auch gegen Sugenheimer Schließung

Gegen die geplanten Werksschließungen demonstrierten vor dem Nürnberger Standort Beschäftigte und Gewerkschaft.  (Foto: Daniel Karmann/dpa)
Gegen die geplanten Werksschließungen demonstrierten vor dem Nürnberger Standort Beschäftigte und Gewerkschaft. (Foto: Daniel Karmann/dpa)
Gegen die geplanten Werksschließungen demonstrierten vor dem Nürnberger Standort Beschäftigte und Gewerkschaft. (Foto: Daniel Karmann/dpa)

Zwei Werke des Stifteherstellers Staedtler sind von Schließung bedroht, darunter auch das in Sugenheim mit in etwa hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (Stand: Herbst 2025). Beschäftigte und Gewerkschaft haben am Donnerstag dagegen demonstriert. Die IG Metall hatte zu der Kundgebung vor der Staedtler-Zentrale in Nürnberg aufgerufen. 

Bis 2028 sollen die beiden Werke im oberpfälzischen Neumarkt in und in Sugenheim (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) in den Hauptstandort Nürnberg integriert werden. Außerdem soll in den Aufbau eines Werks in Polen investiert werden.

Zentrale soll gestärkt werden

Staedtler sprach von etwa 180 Teilnehmenden. Die Produktion sei in einigen Bereichen beeinträchtigt worden, sagte ein Unternehmenssprecher. Staedtler werde in den nächsten Jahren mehr als 50 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung des Standorts Nürnberg investieren, um die Profitabilität und den Umsatz zu steigern. 

Zentraler Bestandteil davon sei eine Bündelung der Produktion in Nürnberg, hieß es weiter. Den Mitarbeitenden der betroffenen Werke sollen demnach gleichwertige Arbeitsplätze in Nürnberg angeboten werden. Staedtler hatte eigenen Angaben nach 2019 die Tarifgemeinschaft der Schreib- und Zeichengeräteindustrie verlassen und den Tarifvertrag in mehrere Haustarifverträge überführt. Staedtler ist nicht der einzige fränkische Schreibgerätehersteller, der im Zuge von Konsumzurückhaltung sowie härterem Wettbewerbs- und Kostendruck unter Druck steht. Auch Stabilo (Heroldsberg) und Faber-Castell (Stein) erwägen Möglichkeiten der Kostenreduzierung.


Von ANDREAS REUM und dpa
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