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Veröffentlicht am 22.04.2025 16:00

Tag der erneuerbaren Energien: Einblicke in Haustechnik der Zukunft in Ansbach

Wie sollen wir künftig unser Haus heizen? Diese und ähnliche Fragen treiben momentan viele Immobilieneigentümer um. Beim Tag der erneuerbaren Energien am Sonntag, 27. April, kann man sich direkt bei anderen Hausbesitzern über klimafreundliche und innovative Haustechnik informieren.

In der Regel von 10 bis 16 Uhr sind aus diesem Anlass die Türen von 24 Objekten in Stadt und Landkreis Ansbach geöffnet. Sie können kostenlos und ohne Anmeldung besichtigt werden. Die Schirmherrschaft über die 20. Auflage der Veranstaltung des Bund Naturschutz Ansbach hat der Landtagsabgeordnete Martin Stümpfig (Grüne) übernommen.

Praktische Lösungen für den Normalbürger

Im Vordergrund steht nicht die Vermittlung von Expertenwissen, sondern der Informations- und Erfahrungsaustausch „von Bürger zu Bürger, von Nutzer zu Nutzer“, wie die Organisatoren betonen. Die teilnehmenden Eigentümer geben ihre Erfahrungen an die Besucher weiter und tragen so dazu bei, eine gute Informationsbasis für deren eigene Projekte zu schaffen. Keine Leuchttürme, nichts Extravagantes soll präsentiert werden, sondern praktische Lösungen für den Normalbürger.

Zusätzlich gibt es Informationen von Firmen wie dem Netzbetreiber N-Ergie, der in Dietenhofen-Neudorf von 15 bis 18 Uhr ein Umspannwerk vorstellt. Ein Highlight ist die Vorstellung einer im Bürgermodell entstandenen Windkraftanlage in Dietenhofen-Herpersdorf mit Aktionen für Familien und Kinder.

Bei einem Pressegespräch im Ansbacher Büro des Bund Naturschutz stellten Willi Krauss, Günther Ries, Hans Schmid und Gerhard Bauer vom Arbeitskreis Energie und Klimaschutz gemeinsam mit MdL Stümpfig das Programm des diesjährigen Tags der erneuerbaren Energien vor, der einst vor dem Hintergrund des Unglücks im Atomkraftwerk Tschernobyl ins Leben gerufen worden war.

Technik von PV-Anlagen bis Wärmepumpen werden gezeigt

Das Spektrum der präsentierten Technik reicht von Photovoltaikanlagen über Stromspeicher, Wärmepumpen und Wärmenetze bis zu Wallboxen für Elektroautos, Pufferspeicher, Biogasanlagen, Heizstäbe bis hin zur Solarthermie. Dass der Umstieg auch im Altbau möglich ist, zeigt zum Beispiel Roland Hertlein von 14 bis 18 Uhr in seinem Haus aus dem Jahr 1420 in der Spitalgasse 26 in Rothenburg, das nun mit einer Wärmepumpe statt mit Gas beheizt wird.

Ebenfalls in Rothenburg hat Familie Burkart ihr Objekt in der St.-Leonhard-Straße 24 mit terracotta-farbenen Solarmodulen ausgestattet. Führungen gibt es hier nur zur vollen Stunde, da es sich um einen laufenden Lebensmittelbetrieb handelt.

Julian Abel, der neue Energieberater der Energieagentur Triesdorf, präsentiert die energetischen Verbesserungen an einem ehemaligen Bauernhaus in Burgoberbach-Sommersdorf.

Erst einmal den Energieberater fragen

Viele Hausbesitzer haben Angst, die Umstellung auf erneuerbare Energien könnte sie finanziell überfordern. Diese Ängste möchte der Arbeitskreis den Besitzern nehmen. Einerseits könne man zum Beispiel mit einem Balkonkraftwerk klein anfangen, andererseits gibt es viele Fördermöglichkeiten und die Kosten würden häufig überschätzt.

Allerdings gibt es auch überteuerte Angebot und inkompetente Firmen. Deswegen raten sie dazu, zunächst einen neutralen und kompetenten Energieberater die individuelle Situation beurteilen zu lassen und erst danach Angebote von Handwerkern einzuholen.

Eine Übersicht über alle Besichtigungsobjekte steht im Internet unter www.tageean.de

Gerhard Bauer, Günther Ries, Schirmherr MdL Martin Stümpfig, Hans Schmid und Willi Krauss (von links) vom Bund Naturschutz laden zum Tag der erneuerbaren Energien ein. (Foto: Thomas Schaller)
Gerhard Bauer, Günther Ries, Schirmherr MdL Martin Stümpfig, Hans Schmid und Willi Krauss (von links) vom Bund Naturschutz laden zum Tag der erneuerbaren Energien ein. (Foto: Thomas Schaller)
Gerhard Bauer, Günther Ries, Schirmherr MdL Martin Stümpfig, Hans Schmid und Willi Krauss (von links) vom Bund Naturschutz laden zum Tag der erneuerbaren Energien ein. (Foto: Thomas Schaller)

Thomas Schaller
Thomas Schaller
Redaktion Westmittelfranken/Landkreis Ansbach
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