Sie würden gern öfter Tee trinken, aber Schwarzer Tee ist Ihnen zu kräftig und am Grüntee stören Sie die herben Noten? Dann sollten Sie es vielleicht mal mit Weißem Tee probieren. „Der überrascht mit einer zurückhaltenden Mildheit“, sagt Kyra Schaper vom Deutschen Tee und Kräutertee Verband.
Weißer Tee wird aus Jungtrieben gewonnen und nur minimal verarbeitet. Seine typischen Charaktermerkmale beschreibt Kyra Schaper so: dezent, leichte Süße, Frische, florale Noten und sanfte Farben. Und er besitze innere Werte. Aufgrund der sanften Verarbeitung punkte Weißer Tee mit hohen Gehalten an Antioxidantien wie Catechinen und Polyphenolen. Im Vergleich zu unfermentiertem Grüntee sei er leicht fermentiert und enthalte weniger Gerbstoffe. „Und auch sein Koffeingehalt ist niedriger“, zählt Schaper einen weiteren Vorteil auf.
Für die Zubereitung eines Weißen Tees ist kochendes Wasser kontraproduktiv, würde die feinen Aromen und wertvollen Inhaltsstoffe zerstören. Er wird stattdessen schonend zubereitet. In der Regel wird er laut Teeverband mit 70 bis 80 Grad heißem Wasser aufgegossen. Für Einsteiger eignen sich vor allem Sorten wie der blumige Pai Mu Tan, dessen Geburtsstätte die chinesische Provinz Fujian ist, der kräftigere Shou Mei oder die Variante Silver Needles.
Wer probieren möchte, sollte allerdings wissen: Um auf den Geschmack zu kommen, bräuchte es ein paar Tassen. „Eine Liebe auf den ersten Schluck ist bei Weißem Tee selten, dafür kommen lebenslange Beziehungen in der Folge häufiger vor“, so Schaper.
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