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Veröffentlicht am 25.07.2026 04:03

Wie die Feuerwehren sich gegen Wald- und Feldbrände wappnen

Hubschrauber bringen Löschwasser zu einem Wald- und Moorbrand. (Archivbild) (Foto: Uwe Lein/dpa)
Hubschrauber bringen Löschwasser zu einem Wald- und Moorbrand. (Archivbild) (Foto: Uwe Lein/dpa)
Hubschrauber bringen Löschwasser zu einem Wald- und Moorbrand. (Archivbild) (Foto: Uwe Lein/dpa)

Bayerns Feuerwehren sehen sich gut gerüstet für Brände auf Feldern, Wiesen oder in Wäldern. „Wir sind sehr gut aufgestellt“, sagte Johann Eitzenberger, Chef des Landesfeuerwehr-Verbandes (LFV). Gleichwohl gebe es immer etwas, das sich verbessern ließe.

Mit Blick auf Wald- und Vegetationsbrände sei es Bayerns „großes Plus“ im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, dass es eine Struktur freiwilliger Feuerwehren selbst in kleinsten Dörfern gebe: „Mit 7.500 Feuerwehren sind wir flächendeckend präsent.“ Selbst eine kleine Wehr mit einer Tragkraftspritze, angehängt an einen Traktor, könne vor Ort erste Maßnahmen einleiten.

„Wir hätten noch Reserven gehabt“

Angesichts der wachsenden Zahl an Waldbränden in Bayern hat die Landtags-SPD die Gründung einer neuen Spezialeinheit gefordert. Im Prinzip habe man so etwas schon seit Jahren, erläuterte Eitzenberger. Das System mit Hubschraubern, die zur Unterstützung Wasser aufnehmen und an den Brandort bringen können, funktioniere. Selbst bei den jüngsten Großeinsätzen „waren wir noch lange nicht an der Grenze. Wir hätten noch Reserven gehabt“.

Die betroffenen Feuerwehren speziell in den Alpen seien zudem mit Spezialfahrzeugen für unwegsames Gelände ausgestattet. „Es gibt viele gute Entwicklungen. Ausbauen kann man das freilich immer.“ Jetzt sei es wichtig, konkret zu schauen, wo es möglicherweise noch Lücken gebe. Auch gebe es längst Schutzkleidung, die leichter und damit geeignet für Einsätze bei Wald- und Vegetationsbränden im Hochsommer sei.

Gefahr durch Starkregen

Die Einsätze, um Brände in Wäldern, auf Wiesen, Feldern oder an Böschungen zu löschen, hätten deutlich zugenommen, sagte der Verbandschef weiter. „Darauf müssen wir uns einstellen. Aber bislang haben wir alles im Griff.“ 

Zugleich steigt die Gefahr von Starkregen - und trifft er auf extrem ausgetrocknete Böden, kann der Boden das Wasser nicht aufnehmen. Es kommt zu Überschwemmungen. 

Finanziell verantwortlich für die Ausstattung der freiwilligen Feuerwehren in Bayern sind die Kommunen. Für die Städte und Gemeinden ist das eine sogenannte Pflichtaufgabe - die Ausrüstung kann also nicht möglichen Sparbemühungen in Zeiten klammer Kassen zum Opfer fallen.

So viele Feuerwehrleute gibt es in Bayern

Auf Landesebene ist das Innenministerium für die Feuerwehren zuständig. Dort heißt es, aufgrund der unterschiedlichen Gegebenheiten in Bayern sei es nicht sinnvoll, einheitliche Vorgaben etwa bei der Schutzkleidung zu machen. „Vielmehr muss jede Gemeinde, bestenfalls im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung, selbst festlegen, ob und in welchen Bereichen bei der Schutzkleidung nachgebessert werden muss. Entsprechend geeignete Schutzkleidung gibt es auf dem Markt“, teilte eine Sprecherin mit.

Im Freistaat ist der Brandschutz weitgehend über ehrenamtliche Feuerwehrleute organisiert - 320.000 Menschen sind dort laut Ministerium aktiv. Sie üben in ihrer Freizeit und lassen sich entsprechend ausbilden, um im Ernstfall ausrücken zu können. Berufsfeuerwehren gibt es lediglich in den Großstädten. Dazu kommen etwa 220 Betriebs- und Werksfeuerwehren.

© dpa-infocom, dpa:260725-930-435467/1


Von dpa
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