24-Stunden-Rennen in Daytona mit Farnbacher und Götz | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 25.01.2024 15:00

24-Stunden-Rennen in Daytona mit Farnbacher und Götz

Bei den Testfahrten schonmal Seite an Seite: der Aston Martin von Mario Farnbacher (vorne) und der AMG-Mercedes von Maximilian Götz. (Foto: Courtesy of IMSA / Michael L. Levitt)
Bei den Testfahrten schonmal Seite an Seite: der Aston Martin von Mario Farnbacher (vorne) und der AMG-Mercedes von Maximilian Götz. (Foto: Courtesy of IMSA / Michael L. Levitt)
Bei den Testfahrten schonmal Seite an Seite: der Aston Martin von Mario Farnbacher (vorne) und der AMG-Mercedes von Maximilian Götz. (Foto: Courtesy of IMSA / Michael L. Levitt)

In Florida ist zwar Winter, doch das vergangene Wochenende im Sunshine State war auch für Mitte Januar eher kühl. Am Samstag und Sonntag, 27. und 28. Januar, sollen die Bedingungen für die 24 Stunden von Daytona deutlich wärmer sein. Zum Start des Motorsport-Jahres sind auch wieder Mario Farnbacher aus Ansbach und Maximilian Götz aus Uffenheim dabei.

Die 24 Stunden von Daytona am letzten Januar-Wochenende sind das erste von elf Saisonrennen der IMSA Sportscar Championship, der wichtigsten Rennserie für Sportwagen nach der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Daytona gilt als erster Härtetest für neue Rennwagen, die hier oft ihre ersten Einsätze haben.

Nagelneue GT3-Rennautos am Start

In diesem Jahr sind in dieser Hinsicht die GT3-Klassen im Fokus. Zum einen ersetzte die WEC die GTE-Klasse mit GT3-Fahrzeugen, die beispielsweise auch in der DTM im Einsatz sind, und sorgte damit für eine weitere Angleichung mit der IMSA-Serie. Außerdem sind in Daytona nagelneue GT3-Boliden von Ford und Corvette erstmals am Start, Aston Martin und McLaren schicken überarbeitet Fahrzeuge ins Rennen.

Im Feld der 59 Autos tummeln sich dieses Jahr 36 GT3-Fahrzeuge von elf verschiedenen Herstellern, 13 in der GTD Pro-Klasse, 23 in der GTD-Klasse (in der Amateurfahrer im Team dabei sein müssen). Dazu kommen zehn GTP-Prototypen, die um den Gesamtsieg fahren werden, und 13 LMP2-Autos aus der kleinen Prototypen-Klasse.

Mario Farnbacher hatte Ende 2023 seinen Job als Werksfahrer von Acura beendet und wechselte zum amerikanischen Team Heart of Racing, das letztes Jahr den Sieg in Daytona in der GTD-Klasse einfuhr. Der Ansbacher wurde im Acura Vierter.

Mario Farnbacher muss viel lernen

Heart of Racing setzt bei IMSA auf den überarbeiteten Aston Martin Vantage GT3, den sich der Ansbacher mit Alex Riberas und Ross Gunn teilt. Das Trio tritt nun in der GTD Pro an.

„Der Aston Martin Vantage ist ein neues Auto für mich und ich habe neue Teamkollegen. Ich habe also viel zu lernen. Die Fahrerwechsel sind ein gutes Beispiel, das ist ein anderes Vorgehen als beim Auto, das ich gewohnt war“, wird der Ansbacher auf der Homepage von Heart of Racing zitiert.

AMG-Werksfahrer Maximilian Götz fährt, wie schon 2023, für das starke amerikanische AMG-Kundenteam Korthoff/Preston Motorsports in der GTD-Klasse. Der Uffenheimer ergänzt im Mercedes das Stammtrio um Mike Skeen, Mikael Grenier und Kenton Koch. Letztes Jahr lagen die Vier viele Stunden in Führung und kamen nach einem Schaden am Sonntagmorgen nur auf Klassenrang 15. Dennoch gewann Korthoff 2023 die Meisterschaft der IMSA-Langstreckenwertung der GTD-Klasse.

Nachteile bei der Balance Of Performance

Vergangenes Wochenende gab es einen Vorgeschmack auf das 24-Stunden-Rennen, der Nachwirkungen hatte. Beim „Roar Before The 24“ waren diverse Testsessions angesetzt, am Sonntagabend (deutscher Zeit) auch das Qualifying für das Rennen. Farnbacher war bei den Tests einer der zehn schnellsten GT3-Fahrer. Im Qualifying – bei dem es neue Rundenrekorde hagelte – musste der 31-Jährige aber zusehen, wie Ross Gunn auf Gesamt-Startplatz 47 fuhr.

Wobei Farnbacher möglicherweise das gleiche Problem hatte wie Götz, wie im Qualifying zu sehen war. Sowohl der Aston Martin als auch der AMG-Mercedes schienen bei der neuen Balance Of Perfomance (BOP) durch den Motorsportverband IMSA ziemlich schlecht davongekommen zu sein – und fuhren nur hinterher.

Die beiden anderen Aston Martin wurden in der Quali Vorletzter (56. Platz) und Letzter (57.). Die vier AMG-Autos kamen auf die Ränge 46, 52, 53 (Korthoff) und 55. Zwei der 59 Autos konnten nach Unfällen keine gültige Quali-Zeit vorweisen.

AMG wird leichter und leistungsstärker

Erwartungsgemäß gab es vor dem Rennen noch Anpassungen der BOP, doch sie fielen relativ drastisch aus und schlugen Wellen. Einer der großen Gewinner ist der AMG, der 15 Kilogramm leichter wurde, etwa 12 PS mehr Leistung erhielt und den Heckflügel flacher stellen darf. Auch der Aston Martin darf 10 Kilo ausladen. Zum Vergleich: vier der elf Marken müssen Gewicht zuladen.

Start des Rennens ist am Samstag, 27. Januar, um 19.40 Uhr deutscher Zeit. IMSA bietet einen Livestream im Internet an.

Nach rund 11 Grad Außentemperatur zur Quali sollen es zum Rennen tagsüber weit über 20 Grad warm werden, nachts nur etwas kühler. Für Sonntag ist Regen gemeldet. Temperatur-Unterschiede und wechselhaftes Wetter sind aber nur zwei der vielen Herausforderungen bei einem 24-Stunden-Rennen.

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