Jetzt ist es so weit: Weil das Alte Rathaus an Feuchtwangens Marktplatz saniert wird, ziehen dessen Nutzer derzeit um. Platz finden die Tourist-Information, die Begegnungsstätte „FEU Mitte“ sowie die Stelle für Integration und Inklusion direkt gegenüber im historischen Postgebäude.
Voraussichtlich in der kommenden Woche werde der Umzug der Tourist-Info abgeschlossen sein, sagte deren Leiterin Andrea Brehm bei ihrem kurzen Sachstandsbericht im Ausschuss für Kultur, Tourismus und Partnerschaften. Die frühere Zahnarztpraxis im alten Postgebäude werde dann bis zum Abschluss der Rathaussanierung wohl zwei bis zweieinhalb Jahre als Ausweichquartier dienen.
Dass die neuen Räume den bisherigen direkt gegenüber liegen, bezeichnete Ilonka Sindel („Wir“/Grüne) als „Glücksgriff“. Nachdem sie zugleich um „eine gute Beschilderung“ der Anlaufstelle für Gäste gebeten hatte, erzählte Andrea Brehm von der Absicht, die bisher vor dem Alten Rathaus platzierten Fahnen vor dem Postgebäude aufstellen zu lassen. Was aber am Haus selbst angebracht werden dürfe, hänge vom Denkmalschutz ab.
Auf eine Anfrage von Thomas Ackermann (WwW) bezeichnete Brehm als „Manko“, dass es „ganz schwierig“ sei, am neuen Domizil Barrierefreiheit zu schaffen. Derweil meinte Bürgermeister Patrick Ruh auf eine weitere Frage Ackermanns zum Mitspracherecht der Nutzer bei der Sanierung des Alten Rathauses, deren Bedürfnisse seien „von entscheidender Bedeutung“. Noch sei das Verfahren in einem „frühen Stadium“, die Gremien des Stadtrats würden aber bei den Zwischenschritten mit eingebunden.
Bereits im Bau- und Verkehrsausschuss hatte Stadtbaumeister Farag Khodary angekündigt, im September könne die Entkernung des Alten Rathauses starten. Allerdings sei der für Ende 2024 ursprünglich geplante Fertigstellungstermin nicht mehr zu halten. Jetzt gehe er von einem Abschluss der Arbeiten Mitte 2025 aus, wozu das Fachgremium denn auch sein Plazet gab.
Weiter erzählte Khodary, dass sich im Baugewerbe „die Marktsituation entspannt, was die Preise betrifft“. Wie berichtet, gehen die Verantwortlichen von 4,17 Millionen Euro an Gesamtbaukosten aus. Sollten jedoch alle Zuschüsse so, wie erhofft, fließen, dann könnte sich der Eigenanteil der Stadt auf eine Million Euro reduzieren.