Der Freistaat Bayern fördert künftig Projekte von Städten und Gemeinden zur Absenkung der Auswirkungen von Hitzeperioden. Noch im Sommer soll die dahinter stehende Neuauflage der „Förderrichtlinie Kommunaler Klimaschutz“ in Kraft treten, wie das Umweltministerium mitteilte.
„Es werden künftig Projekte gefördert, die einen Beitrag zur Reduktion der Auswirkungen von Hitzeperioden leisten. Hitze ist ein echtes Gesundheitsrisiko für Millionen Menschen“, sagte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler). „Wir wollen unsere Städte und Gemeinden so gestalten, dass sie die Menschen auch an heißen Tagen schützen“.
Die „KommKlimaFöR“ wurde im Jahr 2019 aufgelegt, um die Kommunen bei Klimaschutzmaßnahmen und Klimaanpassung vor Ort zu unterstützen. Seit Beginn der Förderrichtlinie sind den Angaben zufolge bisher mehr als 45 Millionen Euro Fördermittel für rund 460 kommunale Klimaschutzprojekte bewilligt worden. Diese Projekte führten pro Jahr zu Einsparungen von rund 11.000 Tonnen CO2.
Aus Sicht der Grünen im Landtag braucht es in Bayern mehr Hitzeschutz für Schulen und Kindertagesstätten. „Das ist eine Katastrophe in Bayern. Die meisten Gebäude sind nicht auf die Herausforderungen durch große Hitze vorbereitet, weil ihnen die Möglichkeiten fehlen, Räume kühl zu halten. Stattdessen ist es heiß und stickig“, sagte Fraktionschefin Katharina Schulze. Sie verwies in dem Kontext auf eine Aussage der Staatsregierung, wonach es Sache der Schulen und Kommunen sei, sich um den Hitzeschutz zu kümmern.
In dieser Woche hatte der bayerische Landtag auch erstmals über die Verschiebung der Klimaziele von 2040 auf 2045 diskutiert. In der Aussprache nutzten SPD und Grüne die Gelegenheit, die Pläne der Staatsregierung erneut massiv zu kritisieren. Dagegen verteidigte Umweltminister Glauber erneut die Abschwächung der bayerischen Klimaziele. Ziel bei der Verschränkung der Klimaziele mit dem Bund ist ein klimaneutrales Bayern.
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