Bessere Nahversorgung für Herrieden: Stadtrat ebnet Weg für Einzelhandelsprojekt | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 06.06.2025 14:00

Bessere Nahversorgung für Herrieden: Stadtrat ebnet Weg für Einzelhandelsprojekt

Um die Fläche im Hintergrund, auf der aktuell noch ein anderes Gebäude steht, geht es beim Bebauungsplan-Verfahren Burgerfeld. Vorne ist die Kreuzung zu sehen, deren Ausbau zu einem Kreisverkehr sich Herriedens Stadträte aus Gründen der Verkehrssicherheit wünschen. (Foto: Peter Zumach)
Um die Fläche im Hintergrund, auf der aktuell noch ein anderes Gebäude steht, geht es beim Bebauungsplan-Verfahren Burgerfeld. Vorne ist die Kreuzung zu sehen, deren Ausbau zu einem Kreisverkehr sich Herriedens Stadträte aus Gründen der Verkehrssicherheit wünschen. (Foto: Peter Zumach)
Um die Fläche im Hintergrund, auf der aktuell noch ein anderes Gebäude steht, geht es beim Bebauungsplan-Verfahren Burgerfeld. Vorne ist die Kreuzung zu sehen, deren Ausbau zu einem Kreisverkehr sich Herriedens Stadträte aus Gründen der Verkehrssicherheit wünschen. (Foto: Peter Zumach)

Zwar ist der Bebauungsplan Burgerfeld noch nicht beschlossen, jedoch hat Herriedens Rat den Weg für das Einzelhandelsprojekt „Am Wasserturm“ im Norden der Kernstadt ein Stück weiter geebnet: Nach der öffentlichen Auslegung fasste das Gremium den Abwägungsbeschluss und segnete den Vorhaben- und Erschließungsplan ab.

Dabei geht es um eine etwa 1,5 Hektar große Fläche im Südwesten der Kreuzung der Staatsstraße 2248 mit der Straße Am Wasserturm. Im Westen begrenzt die Straße Am Burgerfeld das Areal. Wie Bürgermeisterin Dorina Jechnerer in Erinnerung rief, soll der hier geplante Einzelhandel vor allem zur Nahversorgung der westlichen Wohngebiete dienen.

Edeka, Drogeriemarkt und Lebensmitteldiscounter geplant

Aktuell sehe der Planentwurf drei Gebäude vor, erklärte Barbara Grabner vom Planungsbüro Heller nach der Sitzung: einen Edeka-Vollsortimenter mit 1400 Quadratmetern sowie einen Drogeriemarkt mit 800 und einen Lebensmitteldiscounter mit 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche. Für die Kunden sollten insgesamt 168 Kfz-Parkplätze – davon 27 mit E-Ladesäulen – sowie den einzelnen Geschäften zugeordnete Fahrradstellflächen angelegt werden.

Während 80 Prozent der Dachflächen nach Aussage der Planerin mit Photovoltaik-Modulen bestückt werden, sind die verbleibenden 20 Prozent für die Installation von Bürger-PV-Anlagen zu verpachten. Für die Rückhaltung des Niederschlagswassers sehe die Planung unter den Parkflächen ein Rigolen-System vor. Dessen Volumen werde später in Kooperation mit dem Wasserwirtschaftsamt festgelegt.

Im Rahmen der Auslegung des Planentwurfs vom 25. November bis zum 15. Januar seien seitens der Behörden nur einige Hinweise eingegangen, informierte die Planerin in der Sitzung. Derweil gab es zwei Einwendungen seitens der Bürgerschaft. Diese greifen dem Abwägungsbeschluss des Stadtrats zufolge jedoch nicht durch, weshalb das Verfahren weitergeführt werden könne.

Staatliches Bauamt lehnt Kreisverkehr ab

Derweil war der Ausbau der stark befahrenen Staatsstraßenkreuzung zu einem Kreisverkehr, den der Stadtrat bereits früher favorisiert hat, ein Thema der Diskussion: Wie zu erfahren war, lehnt das Staatliche Bauamt diese Lösung mit der Begründung ab, dass die vorhandenen Straßen leistungsfähig genug seien, um den zusätzlichen Verkehr von und zu dem Einzelhandelsprojekt aufzunehmen. Als Alternative wäre gegebenenfalls eine Ampel denkbar.

Jedoch hielten insbesondere Vertreter der Grünen an der geforderten Kreisel-Lösung fest, deren Finanzierung der Investor mitunterstützen solle. Hingegen bat Wolfgang Strauß (CSU), an diesen keine zusätzlichen Forderungen zu stellen. Und Christian Enz (FW) meinte, „es gibt keinen Grund, den Investor an zusätzlichen Kosten zu beteiligen“.

Bereits eingangs hatte Bürgermeisterin Jechnerer berichtet, Edeka habe „Gesprächsbereitschaft hinsichtlich einer Kostenbeteiligung“ an einem später möglichen Kreisverkehr signalisiert. Dies sei allerdings abhängig von der wirtschaftlichen Lage nach der Inbetriebnahme des Marktes.

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