Das Landestheater Dinkelsbühl ist zu den 40. Bayerischen Theatertagen nach Regensburg eingeladen worden. Ausgewählt hat die Jury die Einstandsproduktion der neuen Intendanz, das Familiendrama „Die Erbschaft”. Geschrieben haben es Intendantin Jasmin Meindl und ihr Referent Christian Muggenthaler. Inszeniert hat es Klaus Kusenberg.
Am Landestheater Dinkelsbühl war bekannt, dass die Jury der Bayerischen Theatertage „Die Erbschaft” besucht hat. In den vergangenen Tagen stieg die Spannung, wie das Urteil ausfallen und wann die Nachricht eintreffen würde. Jetzt kam sie endlich. „Die Erbschaft” ist in Regensburg dabei, teilte Christian Muggenthaler mit. „Was uns natürlich sehr freut”.
In Dinkelsbühl ist „Die Erbschaft” nächste Woche noch einmal zu sehen. Weil die Auslastungszahlen sehr gut seien, so der Referent der Intendantin, spielt das Landestheater in seinem eigenen Haus Zusatzvorstellungen am 12. und 13. Februar. Sie beginnen jeweils um 20 Uhr.
„Die Erbschaft” wurde bereits nach der Premiere im Oktober von Publikum und Kritik sehr positiv aufgenommen. Die siebenköpfige Jury der Bayerischen Theatertage sah das nun ähnlich. Sie reiste vier Monate lang durch den Freistaat, um sich neue Produktionen anzuschauen. Sie habe sich ihre Auswahl nicht leicht gemacht, so das Theater Regensburg in seiner Pressemitteilung. 26 Produktionen wurden schließlich eingeladen.
Die Bayerischen Theatertage sind Bayerns größtes Theaterfestival. Sie werden an wechselnden Spielorten veranstaltet, dieses Jahr vom 8. bis 25. Mai in Regensburg. So bunt wie ihr Motto – Vielfalt leben – soll die 40. Ausgabe werden, so die Pressemitteilung. Im Jubiläumsjahr sind erstmals alle Sparten beteiligt: Schauspiel, Musiktheater, Junges Theater, Tanz, Performance, Figurentheater und Digital-Theater. Eine inklusive Produktion ist auch dabei. Die meisten Gastspiele sind nach wie vor Sprechtheaterstücke. Abgerundet wird „dieses Kaleidoskop bayerischen Bühnenschaffens”, so das Theater Regensburg, mit einem lebendigen Rahmenprogramm und vielfältigen Zusatzveranstaltungen, vom Publikumsgespräch über Silent Disco bis zur Party.
Das Dinkelsbühler Theater ist nicht das erste Mal bei den Bayerischen Theatertagen dabei. 2004 erhielt Jürg Schlachters Inszenierung von „Pettersson, Findus und der Hahn“ den Kindertheaterpreis. Die Theatertage fanden seinerzeit ebenfalls in Regensburg statt. Im Gegensatz zu damals werden inzwischen keine Jury-Preise mehr verliehen. Ausgelobt ist aber ein Publikumspreis in Höhe von 1000 Euro, den der Förderverein Theaterfreunde Regensburg stiftet.