Der Langzeit-Intendant von Dinkelsbühl bekommt ein Buch | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 10.06.2025 16:45

Der Langzeit-Intendant von Dinkelsbühl bekommt ein Buch

Bei der Vorstellung des Buchs „Theater muss wie Fußball sein!“ (von links): Disponentin Juliane Abt, Dramaturg Felix J. Mohr, Intendant Peter Cahn und Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer. (Foto: Jasmin Kiendl)
Bei der Vorstellung des Buchs „Theater muss wie Fußball sein!“ (von links): Disponentin Juliane Abt, Dramaturg Felix J. Mohr, Intendant Peter Cahn und Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer. (Foto: Jasmin Kiendl)
Bei der Vorstellung des Buchs „Theater muss wie Fußball sein!“ (von links): Disponentin Juliane Abt, Dramaturg Felix J. Mohr, Intendant Peter Cahn und Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer. (Foto: Jasmin Kiendl)

Diese Spielzeit ist die letzte von Peter Cahn am Landestheater Dinkelsbühl. Nach 24 Jahren als Intendant geht er in den Ruhestand. Zum Abschied machen ihm Dramaturg Felix J. Mohr und Disponentin Juliane Abt ein besonderes Geschenk: Sie haben ihrem „Chef“ ein Buch gewidmet. Der Titel lautet „Theater muss wie Fußball sein!“.

In mehreren Kapiteln wird auf gut 140 Seiten auf die Entwicklung des Theaterbetriebs in Dinkelsbühl unter der Ägide von Peter Cahn zurückgeblickt – in Sachen Infrastruktur, Zuschauerzahlen und Stücke.

So wurde etwa 2005 die feste, überdachte Freilichtbühne am Wehrgraben errichtet, 2008 wurde das Theater im Spitalhof eröffnet. In Cahns Intendanz fiel auch die Erhebung zum Landestheater. Die Sommerspielzeit 2024 war mit über 37.000 Zuschauerinnen und Zuschauer die bisher erfolgreichste in der Geschichte des Hauses. Erinnert wird in dem Buch an bemerkenswerte Inszenierungen und Projekte – angereichert mit Zeitungsartikeln und zahlreichen Fotos.

Wegbegleiter kommen zu Wort

Zudem kommen Wegbegleiterinnen und -begleiter von Cahn zu Wort: Regisseur Jürg Schlachter, musikalischer Leiter Andreas Harwath, Theaterfotograf Hans von Draminski, Schauspielerin Maike Frank, Kostümbildnerin Elvira Freind sowie Regisseurin, Schauspielerin und Theaterpädagogin Margarit Ziellenbach. Außerdem haben Kreuzgangspiele-Intendant Johannes Kaetzler, FLZ-Kulturredakteur Thomas Wirth und Radio8-Programmleiter Klaus Seeger Beiträge verfasst.

Für sie sei das Buch „ein Herzensprojekt“ gewesen, hob Mohr bei der Präsentation hervor. Mit den Vorbereitungen begannen Abt und er im September 2024. Abt berichtete von Recherchen im Stadtarchiv und beim Sichten von Zeitungsartikeln. Dabei konnten auch die Disponentin und der Dramaturg, die erst seit September 2022 beziehungsweise seit November 2023 in Dinkelsbühl tätig sind, in die Geschichte des Landestheaters eintauchen.

Abt und Mohr freuen sich insbesondere, dass sie so viele andere Menschen für das Projekt gewinnen konnten und „Input“ bekommen haben. Für die Disponentin ist das ein Zeichen der Wertschätzung für Peter Cahn, der das „Gesicht des Hauses“ sei. Finanzielle Unterstützung gab es vonseiten der Sparkasse Ansbach und der VR Bank im südlichen Franken.

Vorwort des Oberbürgermeisters

Das Vorwort zum Buch hat Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer verfasst. Darin würdigt er Peter Cahn als herausragenden Intendanten und visionären Theatermacher, der es verstanden habe, „das Landestheater Dinkelsbühl zu einem Ort zu machen, an dem Kunst, Kultur und Gemeinschaft miteinander verschmelzen“.

Bei der Vorstellung des Buchs erzählte der Oberbürgermeister von seiner ersten Begegnung mit Peter Cahn. Im Sommer 2003 war das. Hammer war im Wahlkampf, wollte den Chefsessel im Rathaus erobern. Er besuchte eine Vorstellung von „Der Name der Rose“. Cahn, seit 2001 Intendant des Schauspielbetriebs, der damals noch unter dem Namen Fränkisch-Schwäbisches Städtetheater firmierte, musste aufgrund eines krankheitsbedingten Ausfalls im Ensemble einspringen. Den Text las Cahn gekonnt ab.

Der Intendant dankte Abt und Mohr für die Arbeit, die sie in das Projekt reingesteckt haben. Das Buch mache ihm den Abschied etwas leichter. Denn das Buch sei etwas, „das bleibt“. Man könne es immer wieder zur Hand nehmen, darin nachschauen und schmökern, sich Dinge ins Gedächtnis rufen. Passend gewählt findet Cahn den Titel. „Theater muss wie Fußball sein“ sei sein Credo: Theater sollte spannend und unterhaltsam sein, für alle Menschen da sein.

Das Buch „Theater muss wie Fußball sein!“ ist im Theater im Spitalhof und an der Abendkasse an der Freilichtbühne sowie in Dinkelsbühl im Leseland Andrea Doberstein und in der Buchhandlung Rupprecht erhältlich. Auch online ist der Kauf des über Books on Demand veröffentlichten Bandes möglich.

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