Falken an Luitpoldschule Ansbach: Hohes Interesse zwingt Übertragung in die Knie | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 13.04.2026 19:01

Falken an Luitpoldschule Ansbach: Hohes Interesse zwingt Übertragung in die Knie

Mit ihrem neuen Angebot haben die Verantwortlichen der Luitpoldschule offenbar einen Nerv getroffen. In den vergangenen Tagen haben viele Menschen auf die Internetseite zugegriffen und wollten die Turmfalken beim Brüten beobachten. Allerdings blieb es für viele beim Versuch, denn die Live-Übertragung funktioniert nicht.

Seit Jahren gehören Falken zum Alltag in der Ansbacher Luitpoldschule. Im großen Turm ist ein Nistkasten eingebaut, den die Greifvögel regelmäßig beziehen, um ihren Nachwuchs aufzuziehen. „Die Falken gehören zur Schulfamilie”, betont Schulleiterin Jenny Weid. Sie seien regelmäßig zu sehen und zu hören. Zudem werden die Tiere auch als Anschauungsobjekte aus der Ferne in den Unterricht eingebunden.

Hohe Zugriffszahlen sorgen für Probleme

Aber warum sollen sich nur die Lehrkräfte sowie die Schülerinnen und Schüler an den Tieren erfreuen? Das fragten sich auch die Verantwortlichen und entschieden, eine Webcam samt Nachtsichtfunktion und Ton in dem Nistkasten zu installieren. Die Idee dahinter: Über einen Livestream sollte die Kamera auf die Internetseite der Schule übertragen und so Menschen die Möglichkeit bieten, die Vögel in ihrem Brutverhalten zu beobachten – auch wenn sie nichts mit der Schule zu tun haben.

Seit Jahren existiert im großen Turm der Luitpoldschule ein Nistkasten. Dieser wird regelmäßig von Turmfalken genutzt, um ihren Nachwuchs aufzuziehen. (Foto: Jenny Weid)

Falken an Ansbacher Luitpoldschule: Beobachtung per Livestream möglich

Die Greifvögel sind ein festes Mitglied der Schulgemeinschaft. Mithilfe einer Webcam können nun alle das Brutverhalten verfolgen und Teil des Lebenszyklus sein.

Doch seit Freitag bekommen Interessierte nur den Hinweis „Diese Livestream-Aufzeichnung ist nicht verfügbar” zu sehen. Gemäß den Angaben von Schulleiterin Jenny Weid sind die Zugriffszahlen derart in die Höhe gegangen, dass die Webcam und die dazugehörige Internetverbindung in die Knie gegangen sind. „Leider hat die Seite den Ansturm nicht verkraftet”, steht mittlerweile als Hinweis auf der Homepage.

An einer Lösung wird gearbeitet

Auf der einen Seite kann Jenny Weid den technischen Problemen durchaus etwas Positives abgewinnen. Immerhin ist das ein Zeichen, dass viele Menschen die Tiere sehen wollen. „Mich freut das hohe Interesse”, sagt die Schulleiterin gegenüber der Fränkischen Landeszeitung. Auf der anderen Seite ist es freilich ärgerlich, dass der Stream gerade nicht funktioniert. „Wir fiebern ja auch mit.”

Hinter den Kulissen arbeiten die Verantwortlichen seit Montag daran, die Probleme zu beheben. Die Schulleiterin hofft, dass der Livestream in den nächsten Tagen, spätestens jedoch in der kommenden Woche, wieder funktioniert. Klar ist, dass bis dahin keine Küken schlüpfen werden. Laut dem Landesbund für Vogelschutz beträgt die Brutzeit bei Turmfalken zwischen 27 und 29 Tagen.

Namens-Vorschläge wurden eingereicht

Funktioniert die Übertragung wieder, gibt es aber dennoch etwas Neues zu sehen. War am vergangenen Dienstag erst ein Ei zu sehen, sollen es nach den Informationen von Jenny Weid mittlerweile drei sein. In den kommenden Tagen soll sich auch entscheiden, wie das Falkenpärchen heißen soll.

Die Schülerinnen und Schüler waren über die Osterferien dazu aufgerufen, sich Vorschläge auszudenken und bei der Schule einzureichen. Einige Kinder haben laut Jenny Weid auch Bilder gemalt. „Das ist eine coole Sache”, findet die Chefin der Luitpoldschule.

Bis die Jungtiere in der Luitpoldschule schlüpfen, dauert es noch etwas. Die Brutzeit beträgt bei Turmfalken zwischen 27 und 29 Tagen. (Symbolbild: Alexander Biernoth)
Bis die Jungtiere in der Luitpoldschule schlüpfen, dauert es noch etwas. Die Brutzeit beträgt bei Turmfalken zwischen 27 und 29 Tagen. (Symbolbild: Alexander Biernoth)
Bis die Jungtiere in der Luitpoldschule schlüpfen, dauert es noch etwas. Die Brutzeit beträgt bei Turmfalken zwischen 27 und 29 Tagen. (Symbolbild: Alexander Biernoth)
Blick ins Falkennest: Ungestört sitzt das Muttertier im Nistkasten im großen Turm der Luitpoldschule und brütet die Eier aus. (Foto: Jenny Weid)
Blick ins Falkennest: Ungestört sitzt das Muttertier im Nistkasten im großen Turm der Luitpoldschule und brütet die Eier aus. (Foto: Jenny Weid)
Blick ins Falkennest: Ungestört sitzt das Muttertier im Nistkasten im großen Turm der Luitpoldschule und brütet die Eier aus. (Foto: Jenny Weid)

Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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