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Veröffentlicht am 01.05.2023 16:26

Gebäude für Kläranlage in Feuchtwangen entsteht aus Holz

Der Rohbau des künftigen Betriebsgebäudes auf dem Areal der Kläranlage steht. Jetzt wurde das Richtfest in traditioneller Form mit Baum, Richtspruch und Glasabwerfen gefeiert. (Foto: Herbert Dinkel)
Der Rohbau des künftigen Betriebsgebäudes auf dem Areal der Kläranlage steht. Jetzt wurde das Richtfest in traditioneller Form mit Baum, Richtspruch und Glasabwerfen gefeiert. (Foto: Herbert Dinkel)
Der Rohbau des künftigen Betriebsgebäudes auf dem Areal der Kläranlage steht. Jetzt wurde das Richtfest in traditioneller Form mit Baum, Richtspruch und Glasabwerfen gefeiert. (Foto: Herbert Dinkel)

Mit einem Kostenaufwand in Höhe von voraussichtlichen 1,4 bis 1,6 Millionen Euro lässt die Stadt Feuchtwangen derzeit ein neues Betriebsgebäude in der Kläranlage errichten. Wie es beim Richtfest jetzt hieß, erwarten die Verantwortlichen einen etwa 70-prozentigen Zuschuss vom Freistaat.

Mit dem neuen Haus werde für die in der städtischen Kläranlage Beschäftigten ein zeitgemäßer Arbeitsstandard geschaffen, wurde bei der Feier betont. Der Zweckbau solle bis April oder Mai 2024 fertiggestellt sein und dann in Betrieb gehen.

Konzipiert in Holzbauweise

Wie zweiter Bürgermeister Walter Soldner in Erinnerung rief, ist das Projekt per Beschluss des Bau- und Verkehrsausschusses im Jahr 2021 auf den Weg gebracht worden. Nach einjähriger Planungszeit habe im November des Vorjahres der Erdaushub begonnen und es sei die Bodenplatte gelegt worden.

Derweil habe eine Zimmerei mit Sitz in Zumberg das Gerüst für das in Holzbauweise konzipierte Haus gleichsam extern vorbereitet. Das Zusammensetzen der vorgefertigten Bauteile zum Gebäude auf dem Gelände der Kläranlage sei dann innerhalb von nur wenigen Tage geschehen.

In dem neuen Gebäude sind Räume für die Verwaltung mit Büro, eine Werkstatt mit Labor, ein Archiv, ein Server-Raum, ein Aufenthaltsraum und moderne Sanitäranlagen für das Personal vorgesehen. Dazu kommt eine Garage. Die Mitarbeiter sollten sich hier wohl fühlen können, betonte Walter Soldner und sprach zugleich von einer Wertschätzung für deren Arbeit.

Mit Blick auf eine klimaneutrale Nachhaltigkeit erklärte Florian Wolf vom beauftragten Architekturbüro, das Gebäude in Holzständerbauweise sei energie-effizient. Die Fassaden würden mit Holzfaserplatten verkleidet, die gegen Feuchtigkeit präpariert sind. Ergänzend dazu informierte Zimmerer und Stadtrat Friedrich Stark, in dem Gebäude mit seiner Grundfläche von 17 mal 12,5 Metern seien 70 Kubikmeter Holz verarbeitet.

Projekt mehrfach zurückgestellt

Der Neubau sei dringend notwendig gewesen, sagte Bürgermeister Patrick Ruh im Gespräch mit der FLZ. Jahrelang habe die Stadt dieses Projekt wegen anderer Vorhaben zurückstellen müssen. Umso mehr freue es ihn, dass den Beschäftigen damit künftig Arbeitsbedingungen in einem ganz neuen Rahmen geboten würden. Zudem begrüße er, dass auf dem Dach auch eine Photovoltaikanlage installiert werde.

Das neue Gebäude ist der Ersatzbau für ein altes, aus den 1960er Jahren stammendes Verwaltungshaus. Dieses hatte dem damaligen Klärmeister ursprünglich als Wohnung gedient. Jetzt soll es nach der Inbetriebnahme des neuen Bauwerks „entsorgt“ werden.


Von Herbert Dinkel
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