Die Initiative Mission Bahnstation hatte zu einem Treffen in Wilburgstetten eingeladen, berichtet Sprecher Paul Hettler. In Wilburgstetten kamen Engagierte aus fünf Orten der Region zusammen, um über die Sonderzugfahrt am 3. Mai auf den stillgelegten Bahnstrecken der Hesselbergbahn und der Romantischen Schiene zu beraten.
Mit ihrer Aktion will Mission Bahnstation die Bürgerinnen und Bürger im Nordries für die Bahnreaktivierungen der Hesselbergbahn und der Romantischen Schiene begeistern und auch das Interesse der Industrie für dieses Vorhaben wecken. Mit der geplanten Zug-Aktion wollen die Engagierten jetzt „sichtbar Druck aufbauen”, heißt es in der Presseerklärung, da es vor allem bei der CSU im Landkreis Donau-Ries bisher an Interesse an der Wiederherstellung des Bahnverkehrs in der Region mangele.
Die Initiative verweist in diesem Zusammenhang auf Äußerungen des Staatssekretärs im Bundesverkehrsministerium, Ulrich Lange, der als Hauptredner beim Neujahrsempfang der CSU Dinkelsbühl darlegte, der Landkreis Donau-Ries habe die Reaktivierungspläne derzeit nicht auf seiner Agenda.
Am Tag der Sonderzugfahrt sollen deshalb nach dem Willen der Bürgerinitiative „Taten statt großer Worte” im Mittelpunkt stehen. Im Rahmen der Bahnfahrt soll es kurze Redebeiträge von Politikern an den jeweiligen Bahnhalten in Wassertrüdingen, Nördlingen und Wilburgstetten geben. Die Fahrgäste können sich aber auch an den sonstigen Veranstaltungen wie dem zeitgleichen Frühlingsfest in Wilburgstetten erfreuen.
Das Bündnis hat kürzlich ein Crowdfunding bei der VR-Bank im südlichen Franken gestartet, teilte es mit. Als Ziel wurde ausgegeben, 6000 Euro an Spenden zu sammeln. Der Großteil des Geldes werde für die Bereitstellung des Sonderzuges durch die BayernBahn benötigt, erklärt Hettler in der Mitteilung. Der Sonderzug soll auf den für den Personenverkehr stillgelegten Bahngleisen der Hesselbergbahn und der Romantischen Schiene fahren. Der Rest sei zur Deckung der Nebenkosten wie den Druck von Flyern, Verpflegung und ein Unterhaltungsprogramm für die Bahngäste während der Sonderzugfahrt verwendet werden.
Die erste Phase des Crowdfundings, die Startphase, sei bereits erfolgreich absolviert worden. Damit sei die erste Hürde des Projekts genommen. Zur Sicherstellung der Finanzierung seien Unternehmen für deren Unterstützung des Projekts angefragt. Einige hätten bereits zugesagt, freut sich die Initiative.