Eine Delegation aus der Gemeinde Dolni Dunajovice in Tschechien hat Arberg besucht. Hintergrund ist das gemeinsame Bestreben der beiden Kommunen, eine Partnerschaft ins Leben zu rufen.
Bei dem Aufenthalt der Gäste aus Südmähren handelte es sich um einen Gegenbesuch. Denn im Frühsommer 2023 war bereits eine Abordnung von Mitgliedern des Arberger Marktgemeinderats sowie von Vertretern der örtlichen Vereine zusammen mit Bürgermeister Jürgen Nägelein in Dolni Dunajovice gewesen. Derweil gab die im Vorjahr geschlossene Partnerschaft des Bezirks Mittelfranken mit der tschechischen Region Südmähren den Anlass für den freundschaftlichen Austausch.
Nachdem Bürgermeister Jürgen Nägelein die tschechische Delegation mit Bürgermeister Sarosta Josef Hasnik aus Dolni Dunajovice begrüßt hatte, stand zum ersten Kennenlernen zunächst ein Empfang im Arberger Rathaus auf dem Programm. Dabei stellte Nägelein die 2430 Einwohner zählende Gemeinde mit ihren zwölf Ortsteilen sowie die kommunalen Einrichtungen im Ort vor. Zudem berichtete er, dass sich die Bevölkerung in 29 Vereinen – im kulturellen, musikalischen und sportlichen Bereich – engagiert.
Als Grußredner rief Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster in Erinnerung, dass erste Kontakte zwischen den Bezirken Südmähren und Mittelfranken bereits 2015 geknüpft worden sind. Diese hätten dann 2023 mit der Regionalpartnerschaft ihren erfolgreichen Abschluss gefunden.
In diese regionale Beziehung müssten nun primär die Kommunen eingebunden werden, damit die Bürger jeweils das andere Land, die Menschen dort und deren Traditionen kennenlernen können. Der Austausch auf kultureller, politischer und gesellschaftlicher Ebene sollte im Mittelpunkt stehen. Die Gemeinschaft mit anderen Völkern sei der Grundpfeiler, um den Frieden zu erhalten beziehungsweise zu schaffen.
Wie der Beauftrage des Bezirks Südmähren, Martin Kopecky, erzählte, leben in der Gemeinde Dolni Dunajovice, die unweit der österreichischen Grenze liegt, rund 1700 Einwohner. Die Region sei landwirtschaftlich geprägt, es würden Getreide und Hackfrüchte sowie Obst angebaut.
Dank des warmen Klimas sei auch der Weinanbau von Bedeutung. Zudem gebe es dort ebenfalls unterschiedlichste Kultur- und Tourismusangebote. Die Haupt- und Universitätsstadt Brünn bilde das Zentrum der Region, sie sei ein wichtiger Messe- und Handelsplatz.
Abschließend brachte Gastgeber Nägelein seinen Wunsch nach einer fruchtbaren und erfolgreichen Zusammenarbeit der beiden Kommunen zum Ausdruck. Man werde alles dafür tun, um eine gute Partnerschaft ins Leben zu rufen. Er sprach aber auch seine Sorge wegen des Kriegs in der Ukraine an. Die davon betroffene Stadt Lwiw liege nur rund sechs Autostunden von Dolni Dunajovice entfernt. Im Anschluss daran stellte Professor Armin Scherb den tschechischen Gästen das Projekt „Menschenrechtsbildung“ vor.
Später stand die Besichtigung von Einrichtungen der Gemeinde Arberg auf dem Programm. Da ging es zur Eichelbergschule, zur Kindertagesstätte, zum neuen Bauhof und zum Feuerwehrgerätehaus. Ebenfalls besucht wurden die Kirche in Großlellenfeld sowie der Altmühlsee mit der Vogelinsel. Am dritten und letzten Besuchstag ging es auf den Hesselberg und nach Dinkelsbühl, bevor die Gäste nach einem gemeinsamen Mittagessen verabschiedet wurden.