Die neue Nahwärme Ornbau eG zählt über 180 Anschlussnehmer. So schildert es der Aufsichtsratsvorsitzende, Bürgermeister Marco Meier. Dies sei rund ein Viertel der Kernstadt. „Vom kleinen Einfamilienhaus bis zum großen Abnehmer ist alles dabei.“ Als Standort für die Hackschnitzelheizung ist ein Teil des Festplatzes im Fokus.
Die Genossenschaft gründete sich Ende September, wie Meier erinnert. Vorstand Hartmut Ehrmann und sein Stellvertreter Werner Nefzger kümmern sich demnach ums operative Geschäft. Sie hätten alle Hände voll zu tun, um den großen bürokratischen Aufwand abzuarbeiten.
Wer Anschlussnehmer ist, ist zugleich Mitglied der Genossenschaft. Die Zahl der Anschlussnehmer ist laut Meiers Worten größer, da ein Mitglied mehrere Anschlüsse haben könne – zum Beispiel die Stadt. Mitglieder, egal ob natürliche oder juristische Personen, auch Unternehmen, seien es mehr als 160.
Das Ziel sei, dass die Genossenschaft in diesem Jahr die Planung abschließt und spätestens im Jahr 2024 die Hackschnitzelheizung und die Leitungen baut.
Auch das Stichwort Glasfaser ist Thema. Die Stadt möchte in diesem Zusammenhang mit der Genossenschaft zusammenarbeiten. Der Bürgermeister spricht von einer Win-win-Situation. „Wir haben einen Masterplan für Glasfaserausbau erstellen lassen.“ Wenn man ohnehin aufbuddle, könne man gleich Leerrohre für Glasfaserkabel verlegen. „Die Tiefbauarbeiten sind der größte finanzielle Baustein.“
Einer der Gründe für das Nahwärmenetz sei, unabhängig von ausländischem Gas zu werden. „Die aktuelle Situation öffnet vielleicht die Augen“, macht Meier mit Blick auf Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine und die sich daraus ergebende Energiekrise deutlich.
Die Gesamtinvestition beträgt gemäß seinen Worten ungefähr fünf Millionen Euro. Das Stadtoberhaupt rechnet mit Fördermitteln von zwei Millionen Euro vonseiten der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW). Und: „Wir werden hunderttausende Liter Heizöl und über hunderttausend Kubikmeter Gas sparen.“
Was den Standort der Hackschnitzelheizung betrifft, würde die Stadt einen Teil des bisherigen Festplatzes als Fläche an die Genossenschaft verpachten. Es handle sich um rund 1000 Quadratmeter.
Dazu sind allerdings noch Gespräche mit den betroffenen Vereinen nötig, wie der Bürgermeister informiert. Der ursprünglich favorisierte Standort am Wasserturm sei aus Sicht des Landratsamtes Ansbach nicht geeignet.