JU-Kreisvorsitzender kontert Grünen-MdL Stümpfigs Kritik an CSU-Verkehrspolitik | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 21.01.2026 08:58

JU-Kreisvorsitzender kontert Grünen-MdL Stümpfigs Kritik an CSU-Verkehrspolitik

Auf den Schienen in Richtung Dombühl sollen wieder Züge rollen. Der JU-Kreisvorsitzende Valentin Huber ist trotzdem überzeugt, dass das Auto für die Menschen in der Region unverzichtbar bleiben wird. (Foto: Martina Haas)
Auf den Schienen in Richtung Dombühl sollen wieder Züge rollen. Der JU-Kreisvorsitzende Valentin Huber ist trotzdem überzeugt, dass das Auto für die Menschen in der Region unverzichtbar bleiben wird. (Foto: Martina Haas)
Auf den Schienen in Richtung Dombühl sollen wieder Züge rollen. Der JU-Kreisvorsitzende Valentin Huber ist trotzdem überzeugt, dass das Auto für die Menschen in der Region unverzichtbar bleiben wird. (Foto: Martina Haas)

Valentin Huber, JU-Vorsitzender im Landkreis Ansbach, kritisiert den Grünen-MdL Martin Stümpfig. Der Feuchtwanger hatte auf Aussagen des Parlamentarischen Staatssekretärs Ulrich Lange reagiert, der beim Neujahrsempfang der CSU Dinkelsbühl Hoffnungen auf eine Fortführung der Romantischen Schiene bis Nördlingen dämpfte.

Der Landtagsabgeordnete der Grünen hatte kritisiert, dass für Ulrich Lange die Mobilität auf dem Land auch in Zukunft das eigene Auto sei und dies als eine „Verkehrspolitik gegen die Zukunft und gegen die Bevölkerung im ländlichen Raum” bezeichnet. Huber schreibt jetzt in seiner Funktion als JU-Kreisvorsitzender: „Mobilität im ländlichen Raum darf nicht ideologisch ausgebremst werden.”

Bedarfsgerechter Straßenbau weiter nötig

Aus Sicht der JU seien Bürgerinnen und Bürger, Betriebe, ambulante Pflegedienste sowie viele weitere Einrichtungen „heute und auch künftig zwingend auf das Auto angewiesen”. Der Öffentliche Personennahverkehr könne diese Mobilitätsbedürfnisse im ländlichen Raum allein nicht leisten, ist Huber überzeugt.

Deshalb seien auch weiterhin „ein bedarfsgerechter Straßenbau sowie der verstärkte Umstieg auf klimaschonende Antriebe” notwendig. Gleiches gelte für einen „leistungsfähigen, finanzierbaren und realistisch konzipierten öffentlichen Verkehr”. Dieser werde sich künftig stärker auf Schülerverkehre, Hauptachsen sowie flexible Verkehrsangebote konzentrieren müssen.

Huber verweist auch auf den Einsatz der Jungen Union und der CSU im Landkreis Ansbach sowie in den Nachbarlandkreisen für die Reaktivierung der Schienenstrecken von Nördlingen nach Gunzenhausen beziehungsweise Dombühl. In seiner Pressemitteilung schreibt er von einer Machbarkeitsstudie, die 2012 gemeinsam mit den Landkreisen Ansbach, Donau-Ries und Weißenburg-Gunzenhausen sowie dem Freistaat Bayern vorgestellt worden sei. Seither werde in den CSU-geführten Landkreisen und Kommunen intensiv an der Reaktivierung gearbeitet.

Voraussetzungen für Weiterführung fehlen

Für den Abschnitt von Wilburgstetten nach Nördlingen fehlten derzeit noch die Voraussetzungen für eine Bestellung durch den Freistaat Bayern, allerdings hätten sich die Fahrgastprognosen in den vergangenen Jahren deutlich verbessert, ist Valentin Huber überzeugt. Die Bemühungen würden daher konsequent fortgesetzt.

Ulrich Lange (CSU), heute Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, hat seine politischen Wurzeln im Landkreis Donau-Ries. In Dinkelsbühl hatte er geäußert, der Landkreis Donau-Ries habe die Reaktivierung der Schiene derzeit nicht auf seiner Agenda.

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