Junge Baumeister in Aktion: Handwerksprojekt begeistert Kinder in Rügland | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 18.06.2025 20:00

Junge Baumeister in Aktion: Handwerksprojekt begeistert Kinder in Rügland

Daumen nach oben: Die Mädchen und Jungen der evangelischen Kindertagesstätte waren mit Feuereifer dabei, als es darum ging, das Modell eines Hauses zu fertigen. (Foto: Martina Kramer)
Daumen nach oben: Die Mädchen und Jungen der evangelischen Kindertagesstätte waren mit Feuereifer dabei, als es darum ging, das Modell eines Hauses zu fertigen. (Foto: Martina Kramer)
Daumen nach oben: Die Mädchen und Jungen der evangelischen Kindertagesstätte waren mit Feuereifer dabei, als es darum ging, das Modell eines Hauses zu fertigen. (Foto: Martina Kramer)

Eine Reihe neuer Häuslebauer gibt es seit Neuestem in der Gemeinde Rügland, Durchschnittsalter: sechs Jahre. Mit dem Projekt „Baumeister gesucht“ ist das Aktionsprogramm der Verbände der Bayerischen Bauwirtschaft in der Kindertagesstätte am Hirtenweg zu Gast gewesen.

Mit sichtbarer Freude benutzten die zwölf Vorschulkinder dieses Baumeister-Workshops die Werkzeuge, mit deren Hilfe sie kleine Häuschen nebst Zaun erstellen sollten. Unterstützt wurden sie dabei von Harry Hammer von der Bayerischen Bauwirtschaft, eigentlich Matthias Theobald, und Baumeister-Pate Matthias Hofmann, Bauleiter bei der Ansbacher Baufirma Birkel Bau. Mit dabei war auch Anke Hochreuther, Erzieherin an der evangelischen Kindertagesstätte.

„Wir möchten Kinder möglichst früh für das Handwerk interessieren“, erklärt Projektleiter Matthias Theobald, der für diese dreieinhalbstündige Veranstaltung aus München angereist ist. Im Gepäck hatte er eine komplette Werkbank, einen Werkzeugkoffer und neongelbe Kinderschutzhelme – alles zusammen im Wert von rund 4000 Euro –, die an Kindertagesstätte übergeben worden sind.

Verschiedene Werkzeuge kamen zum Einsatz

Zum Einsatz kamen verschiedene Werkzeuge: Hämmer, Sägen, Feilen, Raspeln, Beißzangen, Feilen und Schraubzwingen. Zunächst galt es, einen kleinen rechteckigen Fichtenholzklotz via Sägearbeit in die Form eines Häuschens zu bringen. Dasselbe geschah dann mit dem passenden Dach.

Anschließend wurde das Werkstück geschliffen, zusammengesetzt und auf eine ebene Unterlage postiert. Im letzten Schritt kam ein kleiner Zaun hinzu, den die jungen Bauherren und -frauen – immerhin nahmen vier Mädchen an dem Workshop teil – ganz individuell gestalten konnten.

„Das macht sehr viel Spaß“, sagte Sven, der sechsjährige Sohn von Baumeister-Pate Matthias Hofmann. „Die Kinder sind wirklich mit Feuereifer dabei“, bestätigte Erzieherin Anke Hochreuther. „Und die Mädchen sind fast noch ein wenig konzentrierter als die Jungs.“

Die Werkbank wird weiterhin genutzt

Die Aktion kommt gut an und hat bereits an rund 300 Kindergärten in ganz Bayern stattgefunden. Es gibt sie in dieser Form seit 2014. Ziel ist, Kinder, aber auch Erwachsene zum gemeinsamen Handwerken zu animieren. „Neben einem Mitmachprogramm unter der Anleitung von pädagogisch geschulten Experten steht die fachliche Unterstützung und Beratung der Erzieher und Erzieherinnen im Mittelpunkt“, heißt es im Begleittext zu dem Projekt.

Dass die Werkbank samt den weiteren Beigaben in Zukunft genutzt wird, steht für die Verantwortlichen außer Frage. „Wir handwerkern ohnehin sehr viel“, sagt Erzieherin Hochreuther. Und sollte es einmal mit dem Werkzeugen knapp werden, sorgt die Baupatenfirma für Nachschub.


Von Martina Kramer
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