Von „Der große Gatsby” bis „Diener zweier Herren”: Intendant Johannes Kaetzler hat dem Feuchtwanger Stadtrat präsentiert, was er für das nächste Jahr plant.
Als Erfolgsgeschichte hat sich der Nixel-Garten als Spielort der Kreuzgangspiele entwickelt. Intendant Johannes Kaetzler sprach im Stadtrat von rund 5000 Menschen, die in dieser Spielzeit dort Aufführungen gesehen haben. Mit dem neuen Spielplan soll dieser Trend fortgesetzt werden.
Dritter Bürgermeister Herbert Lindörfer (CSU) nannte das eine „Wahnsinnsleistung”, mit der so von Anfang an nicht zu rechnen gewesen sei. „Das Projekt Nixel-Garten hatte am Anfang nicht immer den Lauf”, rief Lindörfer in Erinnerung. Jetzt aber könne die Stadt stolz sein, die Spielstätte realisiert zu haben.
In der kommenden Spielzeit werden im Nixel-Garten wieder einige Produktionen gezeigt, die sich hauptsächlich an Kinder und Jugendliche richten: Das Kindertheater BühneBumm aus Hamburg bringt „Prinzessin auf der Erbse” nach Feuchtwangen (ab 18. Juni für Kinder ab drei Jahren). An Jugendliche ab 13 Jahren richtet sich das Schauspiel „Der Sandmann” nach der Erzählung von E.T.A. Hoffmann (Spielzeitraum 25. Juni bis 4. Juli). Und schließlich zeigen die Kreuzgangspiele im Nixel-Garten George Orwells Science-Fiction-Krimi „1984” als Schauspiel im Spielzeitraum 25. Juni bis 4. Juli.
Mit der Dramatisierung eines Romans wolle er gemeinsam mit Dramaturgin Dr. Maria Wüstenhagen die erfolgreiche Linie fortführen, erläuterte Kaetzler im Stadtrat zur Auswahl von F. Scott Fitzgeralds „Der große Gatsby” (Premiere ist am 4. Juni). Das werde sicherlich eine „tolle Aufführung mit Show-Wert”, meinte Kaetzler. Und mit der Bearbeitung des Stoffs durch die Kreuzgangspiele spare die Stadt auch bares Geld. Er nannte die Summe von 80.000 Euro, die so nicht ausgegeben werden müsse.
Auch das zweite Abendstück, Carlo Goldonis „Diener zweier Herren” (Premiere 11. Juni), wolle ein Publikum bedienen, das nach bekannten Stücken suche. Für Menschen ab fünf Jahren gibt es im Kreuzgang ab 9. Mai ein Wiedersehen mit Otfried Preußlers „Die kleine Hexe”.
Unter der Überschrift „Kreuzgangspiele extra” läuft im Mai 2026 ein poetischer Stadtspaziergang. Die Mitternachtsrevue, Termin steht noch nicht fest, hat das Motto „Tutto per amore – Alles aus Liebe”.
Stadträtin Susanne Friedrich (SPD) stellte fest, dass Intendant Kaetzler immer gute Vorschläge mache. „Wir vertrauen auf ihre Expertise.” Bürgermeister Patrick Ruh merkte an, dass Feuchtwangen bereit sei, etwas auszuprobieren, allerdings in einem „abgesteckten Rahmen, mit einem kalkulierten Risiko”.
Die Mitglieder des Feuchtwanger Stadtrats hatten, ebenso wie vorher schon der Kulturausschuss, gegen die Stückauswahl, die Kaetzler sowie Dramaturgin und Kulturamtsleiterin Dr. Maria Wüstenhagen präsentierten, nichts einzuwenden, ganz im Gegenteil.