Sie haben Parkett zu Hause - und wollen, dass es über die Jahre möglichst wenige Kratzer abbekommt? Dann sollten Sie beim Putzen am besten in der richtigen Reihenfolge vorgehen, nämlich immer zunächst staubsaugen und erst dann wischen. Letzteres am besten nebelfeucht, so der Verband der deutschen Parkettindustrie. Und ohne Pfützen, denn stehendes Wasser kann dem Holz schaden.
Außerdem hilfreich gegen Kratzer auf dem Boden: Filzgleiter unter Stühlen, Tischen, Sofas und anderen Möbeln, die immer mal wieder verschoben werden. Und: eine Fußmatte vor die Haustür legen, damit man keine Steinchen von draußen reinträgt.
Ihr Parkett sieht trotzdem nicht mehr ganz taufrisch aus? Dann kann eine leichte Auffrischung sinnvoll sein, ein sogenanntes „Recoating“. Dafür wird die Deckschicht angeschliffen - und neu geölt oder lackiert. Der Verband der deutschen Parkettindustrie empfiehlt das nach ein oder zwei Jahrzehnten „regen Gebrauchs“. Erst wenn Kratzer und Gebrauchsspuren tiefer ins Holz reichen, ist demnach ein richtiger Neuschliff sinnvoll. Hierfür kommen dann spezielle Schleifmaschinen zum Einsatz.
Übrigens: Je dicker die sogenannte Deckschicht des Parketts ist, desto länger lässt sich dessen Lebensdauer durchs Abschleifen verlängern. Mehrschichtparkett mit mindestens 5 Millimetern Deckschicht kann dem Verband zufolge länger als 70 Jahre halten, Massivholzdielen mit über sieben Millimetern können demnach 120 Jahre und länger genutzt werden.
Und auch die Verlegeart hat Einfluss auf die Lebensdauer: Wird Parkett mit dem Boden verklebt, hält es demnach tendenziell länger, als wenn es schwimmend verlegt wird. Der Unterschied kann dem Verband zufolge etwa zehn Jahre ausmachen.
Gut zu wissen: Laminat kann zwar nicht wie Parkett abgeschliffen werden. Feine Kratzer lassen sich aber zumindest verstecken. Laut der DIY Academy in Köln geht das bei oberflächlichen Kratzern meist problemlos mit einem speziellen Retuschierstift. Wichtig dabei: auf den richtigen Farbton achten - und den Stift vorab in einer versteckten Ecke ausprobieren.
Tiefere Schrammen im Laminat lassen sich mit Hartwachs oder Reparaturpasten kaschieren.
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