Luise Pahlke ist das neue Gesicht am Landestheater Dinkelsbühl | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 20.11.2025 18:00

Luise Pahlke ist das neue Gesicht am Landestheater Dinkelsbühl

Seit der Wintersaison 2025/2026 gehört Luise Pahlke zum Ensemble des Landestheaters Dinkelsbühl.  (Foto: Lisa-Maria Liebing)
Seit der Wintersaison 2025/2026 gehört Luise Pahlke zum Ensemble des Landestheaters Dinkelsbühl. (Foto: Lisa-Maria Liebing)
Seit der Wintersaison 2025/2026 gehört Luise Pahlke zum Ensemble des Landestheaters Dinkelsbühl. (Foto: Lisa-Maria Liebing)

Seit September ist Luise Pahlke das neue Ensemble-Mitglied am Landestheater Dinkelsbühl. Ab Samstag, 22. November, wird sie in dem Stück „Der Zinnsoldat und die Papiertänzerin” auf der Bühne stehen. Zudem spielt sie in dem Kindergartenstück „Frederick” mit.

Luise Pahlke ist 1998 in Hamburg geboren und dort auch aufgewachsen. Schon während ihrer Schulzeit hat sie ihre Liebe für die Schauspielerei entdeckt. Besonders Musicals haben es ihr angetan, wie sie erzählt. Mit 15 Jahren hat sie an der Musicalacademy for Teens (MAT) an der Jugendmusikschule in Hamburg teilgenommen. Zudem nahm sie schon in jungen Jahren Schauspielunterricht.

Das Interesse für Theater habe sie vermutlich aber auch ihrer älteren Schwester zu verdanken. „Sie hat damals als Regieassistentin angefangen und mich dann mit ins Theater geschleppt, und das hat auch dazu beigetragen, dass ich diese Theaterwelt, das Geschehen auf der Bühne, so spannend fand. Und ich wusste dann einfach, dass ich das auch machen will”, erzählt die 26-Jährige.

Freiwilliges Soziales Jahr in einer Kinderkrippe

Nachdem es nach ihrem Abitur mit den Vorsprechen an Schauspielschulen nicht richtig klappen wollte, hat Pahlke zunächst ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Kinderkrippe absolviert. Die Arbeit habe ihr so viel Spaß gemacht, dass sie sich im Anschluss für ein Studium der Kindheitspädagogik entschieden hat. Ihre Leidenschaft für die Schauspielerei ging aber nie verloren. Neben dem Studium stand sie im Jugendclub des Ernst Deutsch Theaters in Hamburg auf der Bühne – Ihre erste große Rolle dort: Die Grusche, die Hauptfigur in Bertolt Brechts Stück „Der kaukasische Kreidekreis”.

Nach zwei Jahren Studium und der beginnenden Corona-Pandemie habe sie gemerkt, dass das Studienfach doch nicht das Richtige für sie sei. „Ich ging dann zum Vorsprechen nach Regensburg, es hat direkt geklappt und dann habe ich das Studium abgebrochen.”

Von 2020 bis 2024 Schauspiel studiert

2020 startete sie mit ihrem Schauspiel-Studium an der Akademie für Darstellende Kunst Bayern, was sehr lehrreich, aber auch zeitintensiv und anspruchsvoll gewesen sei. „Es war eine anstrengende, aber tolle Zeit. Ich empfehle die Ausbildung wirklich jedem, weil man sich dort selbst noch einmal von einer ganz anderen Seite beleuchtet und wahrnimmt. Das war wirklich sehr spannend.”

Neben ihrem Studium gastierte Pahlke bereits am Theater Regensburg und spielte regelmäßig im Akademietheater. Nach ihrem Abschluss im Jahr 2024 war sie zunächst ein Jahr lang als freie Schauspielerin unterwegs und stand unter anderem in Burghausen in „Romeo und Julia” auf der Bühne. Zuletzt spielte sie in den Ansbacher Kammerspielen die Prinzessin im „Tapferen Schneiderlein” – dem siebten Weihnachtsmärchen der Theatergruppe Kommando Grimm. Zudem wirkte die Jungschauspielerin an mehreren Kurzfilmen, beispielsweise von Studierenden der Hochschule Ansbach, mit. „Es hat mich irgendwie immer wieder nach Franken gezogen”, erzählt Pahlke und lacht.

Vorsprechen in Dinkelsbühl

Im Spätsommer letzten Jahres kam sie dann zum Vorsprechen nach Dinkelsbühl. Eine Stadt, die sie bis dahin noch nicht kannte, wie sie erzählt. „Ich war positiv überrascht. Dinkelsbühl ist süß. Schön klein, schöne Altstadt. Das Theater ist süß, die Leute sind sehr nett. Ich habe gleich gemerkt, dass es menschlich passen würde, und mein Eindruck war wohl nicht falsch.” Denn direkt am nächsten Tag bekam sie das Angebot für die Festanstellung. „Ich musste gar nicht überlegen und habe sofort zugesagt.”

Aktuell spielt sie in dem Kinderstück „Frederik” mit und tourt damit durch die Kindergärten in der Region. Am kommenden Samstag, 22. November, feiert dann das Stück „Der Zinnsoldat und die Papiertänzerin” Premiere, in dem sie die weibliche Hauptrolle spielt. „Ich spiele sehr gerne Kinder- und Jugendtheater, einfach weil das Publikum so toll ist. Kinder sind ehrlich und unverblümt. Wenn ich dann in die leuchtenden Kinderaugen sehe, das macht einfach Spaß.”

„Hauptsache Spielen ist meine Devise”

An ihrer Rolle als Papiertänzerin gefällt Pahlke vor allem die Entwicklung der Figur. „Sie ist sehr tapfer und durch die ganzen Abenteuer, die da passieren, wird sie immer mutiger und traut sich mehr”, erklärt die Jungschauspielerin.

Und wie soll ihre eigene Entwicklung für die Zukunft aussehen? „Ich bin offen für alles und lasse mich überraschen, was kommt. Man macht sich schon Gedanken, was wäre, wenn ich keine Arbeit mehr finde. Aber man kann es nicht planen. Ich hoffe natürlich, dass ich noch sehr viele Theater kennenlernen darf. Egal ob groß oder klein – Hauptsache Spielen, ist meine Devise.”

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