Malerin Hiltrud Treiber stellt in der Kunsthalle Hilsbach aus | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 05.04.2023 16:18

Malerin Hiltrud Treiber stellt in der Kunsthalle Hilsbach aus

In der Hilsbacher Kunsthalle (von links): Ute Köhler, Crista Stiegel, Jens Knaudt und Rene Steib umrahmten die Vernissage zur Ausstellung von Hiltrud Treiber. (Foto: Jens Plackner)
In der Hilsbacher Kunsthalle (von links): Ute Köhler, Crista Stiegel, Jens Knaudt und Rene Steib umrahmten die Vernissage zur Ausstellung von Hiltrud Treiber. (Foto: Jens Plackner)
In der Hilsbacher Kunsthalle (von links): Ute Köhler, Crista Stiegel, Jens Knaudt und Rene Steib umrahmten die Vernissage zur Ausstellung von Hiltrud Treiber. (Foto: Jens Plackner)

Die erste Ausstellung des Jahres in der Kunsthalle Hilsbach ist eröffnet. Hiltrud Treiber, passionierte Malerin aus Bechhofen und pensionierte Lehrerin, stellt dort bis 30. April eine Bilder-Auswahl ihres umfangreichen Schaffens der vergangenen Jahrzehnte aus.

Hiltrud Treiber ist eine kunstbegeisterte Autodidaktin, die sich der Kreide-, Plaka- und gelegentlich auch der Öl- beziehungsweise später hauptsächlich der Acryl-Technik bediente, um ihre mittelformatigen, ausdrucksvollen Werke zu gestalten.

Hiltrud Treiber ging dabei stets den eigenen Weg, denn Malen ist für sie ein individualistisch angelegter Prozess. Dieser sei stets darauf ausgerichtet, „immer besser, immer intensiver sehen und schauen zu lernen – ein fortlaufender Prozess über Jahre, bei dem sich – wie beim Wachsen – nichts vorwegnehmen lässt, wenn die Malweise authentisch bleiben soll“, wie sie ihre Intention und Malweise selbst beschreibt. Deshalb hat sie als Titel für ihre Ausstellung „So gesehen“ gewählt.

Wandel und Verweilen

Hiltrud Treibers Malerei ist gegenständlich, denn für sie ist das Gegenständliche als Thema noch lange nicht erschöpft. Sie sucht immer nach neuen Aspekten, Themenkreisen und Ausdrucksmitteln, fertigt zwischendurch auch Holzplastiken an. Mal ist es das Meer, mal ist es der Mensch und sein Erscheinen, mal sind es alte Gebäude, die sie ins Bild setzt. Ob Meeresufer oder ein Hafen, ob menschliche Maske oder alte Dächer, stets ist dabei die Entwicklung des Objekts ein Teil der Betrachtung. Sie formuliert es so: „Veränderung, Wandel einer Landschaft oder eines Objektes in der Zeit und durch die Zeit ist ein Thema, das mich immer wieder zum malenden Verweilen anregte.“

Dieser Wandel ist in den Bildern deutlich zu sehen. Im Erdgeschoss der Kunsthalle liegt der Schwerpunkt auf dem Wandel von Ufereindrücken, im Kellergeschoss sind es die Zeitspuren, die hier den Bezug herstellen. Im Treppenaufgang finden sich beobachtende, maskenartige Gesichter und Gestalten.

Es ist eine Ausstellung, die die Zeit des Betrachters bedarf und ihn ihre Zeit aufzwingt, so dass ein Schauen zum Erfassen wird.

Quartett eröffnete die Vernissage

Zur gut besuchten Vernissage spielte ein Quartett, das sich fast spontan gebildet hatte, irische Musik. Christa Stiegel (Flöte), die Tochter der Malerin, musiziert seit geraumer Zeit mit René Steib (Gitarre) zusammen. Relativ spontan wuchs das Duo dank Ute Köhler (Violine) und Jens Knaudt (Percussion) zum Quartett. Die vier probten nur ein einziges Mal. Ihren ersten gemeinsamen Auftritt bei der Vernissage feierten sie in einer sehr entspannten und schönen Weise.

Die Ausstellung des Vereins „Hilsbach Kunst Kultur“ mit Arbeiten von Hiltrud Treiber läuft bis 30. April. Geöffnet ist sie jeden Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr.


Von Jens Plackner
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