Zu einer Zeitreise durch die Leutershäuser Genuss- und Handwerksgeschichte sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der jüngsten kulinarischen Stadtführung aufgebrochen. Die informative Tour unter dem Motto „Von der Bratwurst bis zum Leichtweck“ wertet der Heimatverein als vollen Erfolg.
Erste Station war einer Pressemitteilung zufolge der ehemalige „Hirschenwirt“, wo Astrid Wiedfeld und Evelyn Hausner als direkte Nachfahren die Geschichte der Brauerei- und Gastwirtsfamilie Lebender vorstellten. Dazu wurden alkoholfreies Bier und Wasser ausgeschenkt.
In der ehemaligen Bäckerei Veitengruber berichteten Karin Reinhard von der Familiengeschichte der „Großbecks“ sowie die früheren Mitarbeiter Walter Käfer und Ruth Böhm aus dem Arbeitsalltag in der Backstube. Die Teilnehmenden konnten den traditionellen „Leichtweck“ mit Kaffee probieren und erfuhren Interessantes über dessen Geschichte.
Am Kirchenplatz erläuterte Julia Rührschneck als Stadtvogt die Bedeutung des Bäcker-, Metzger- und Brauhandwerks. Themen waren unter anderem das Zunftwesen, die Entstehung der Breze sowie historische Strafen für Bäcker. Dazu wurde Brot mit Ziebeleskäs gereicht.
An der vorletzten Station stellte Stefanie Lang die Geschichte der Familie Seyerlein vor, die das Metzgerhandwerk über neun Generationen prägte. Als Kostprobe wurden geräucherte und gebratene Bratwürste serviert.
Den Abschluss bildete das traditionsreiche Gasthaus „Zur Krone“. Hans Betscher berichtete zusammen mit den neuen Eigentümern Harald und Carolin Domscheit über dessen Geschichte als bedeutendes Brau- und Gasthaus. Zum Abschied erhielt jeder Teilnehmer ein Fläschchen „Kronengeist“ mit Bierlikör als Erinnerung.
„Die gelungene Kombination aus Heimatgeschichte, kulinarischen Kostproben und engagierten Referenten machte die Stadtführung erneut zu einem besonderen Erlebnis”, lautet das Resümee des Heimatvereins.