Wenn alles zu wachsen beginnt, lassen auch Schädlinge nicht lange auf sich warten. Wer Nützlinge gezielt fördert, muss jedoch oft deutlich weniger gegen Blattläuse, Spinnmilben und Co. vorgehen. Das Grundprinzip: Die natürlichen Gegenspieler helfen dabei, Schädlinge in Schach zu halten.
Der Industrieverband Agrar (IVA) nennt Beispiele für wichtige Nützlinge:
Vor dem Sommer lassen sich gute Bedingungen schaffen, damit sich die Helfer natürlich ansiedeln. Zusätzlich gibt es im Fachhandel Nützlinge wie Nematoden, die gezielt gegen Engerlinge, Dickmaulrüssler oder Trauermückenlarven helfen.
Durch die richtige Gestaltung von Garten und Balkon lassen sich heimische Nützlinge dauerhaft ansiedeln. Das A und O sind für sie ein vielfältiges Nahrungsangebot und passende Rückzugsorte.
Wer gezielt Blühpflanzen einsetzt, schafft eine wichtige Pollen- und Nektarquelle für ausgewachsene Nützlinge. Besonders geeignet sind ungefüllte Blüten von Kräutern wie Salbei, Dill und Fenchel sowie von Blumen wie Ringelblumen oder Kornblumen.
Bei Stauden sollte man darauf achten, dass sie dicht wachsen und vom frühen Frühjahr bis in den späten Herbst blühen, damit sie über die gesamte Saison hinweg Nahrung bieten. Lücken lassen sich mit Bodendeckern gut schließen.
Der IVA empfiehlt, am besten zu heimischen Pflanzenarten zu greifen. Beim Kauf neuer Pflanzen im Gartenfachhandel können außerdem Hinweise wie „insektenfreundlich“ ein erster Wegweiser sein.
Auch auf den Balkon oder die Terrasse lassen sich Nützlinge locken. Und zwar indem man:
Nützlinge freuen sich an warmen Tagen zudem über eine kleine Erfrischung. Dafür kann man flache Wasserschalen platzieren. Wichtig: Landehilfen wie Steine oder Holzstücke nicht vergessen.
Wer in Innenräumen im Sommer mit Schädlingen an Zimmerpflanzen kämpft, kann auch dort gezielt Nützlinge einsetzen. So können etwa Raubmilben, Nematoden oder Florfliegenlarven bei der Bekämpfung helfen.
Pflanzenschutzmittel sollten erst dann zum Einsatz kommen, wenn manuelles Absammeln, Leimringe und Gelb- oder Blautafeln nicht mehr ausreichen, empfiehlt der IVA.
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