Ein Duden, ein paar Textmarker, Getränke, vielleicht ein Snack: Die Schülerinnen und Schüler sind auf diesen Mittwoch vorbereitet gewesen. In der Region starteten wie in ganz Bayern die schriftlichen Fachabitur- und Abiturprüfungen an den Fach- und Berufsoberschulen (FOS und BOS). Welches Fach stand auf dem Plan?
In Ansbachs Onoldiasaal etwa herrschte gespannte Stille. An der Beruflichen Oberschule (Fach- und Berufsoberschule) stellten sich 284 Schülerinnen und Schüler, davon 34 der BOS, der ersten Prüfung – in Deutsch. Dies erklärte Schulleiter Gernot Helmreich.
Er leitet auch die Berufliche Oberschule Triesdorf (ebenfalls Fach- und Berufsoberschule). Hier seien es 97 junge Menschen gewesen, davon 15 an der Berufsoberschule.
Von allen 381 Absolventinnen und Absolventen in Ansbach und Triesdorf besuchen nach Helmreichs Worten 85 die 13. Jahrgangsstufe: 67 in Ansbach und 18 in Triesdorf. Damit strebten sie die fachgebundene oder – mit einer zweiten Fremdsprache – die allgemeine Hochschulreife an. Damit ist es möglich, an einer Universität zu studieren. Die zwölften Klassen arbeiten auf die allgemeine Fachhochschulreife zu.
Ein Teil der Ansbacher Schülerinnen und Schüler trat zur ersten Prüfung eben im Onoldiasaal an, ein anderer im Schulhaus. In Triesdorf verteilten sich die Absolventinnen und Absolventin auf die Alte Reithalle und aufs Schulhaus.
Nach Ansicht des Schulleiters startete die Prüfung gut. „Es sind sehr, sehr faire Aufgabenstellungen“, erläuterte Gernot Helmreich, „wir sind sehr zufrieden sowohl mit der Abitur- als auch mit der Fachabiturprüfung.“ Er ist Deutschlehrer.
An der Laurentius-Fachoberschule Neuendettelsau begannen die Prüfungen zur allgemeinen Fachhochschulreife mit 28 Zwölftklässlerinnen und Zwölftklässlern. So teilte es Schulleiter Dr. Joachim Dengler mit. Er leitet gleichermaßen das Laurentius-Gymnasium hier.
Die jungen Menschen unterzogen sich im Schulhaus der Prüfung. „Wir haben einen kleinen Flurbereich, der vor dem Prüfungsraum ist“, sagte er. Da sorge man für Ruhe. Zudem liege der Raum etwas abseits.
Joachim Dengler ist kein Deutschlehrer, aber er fragte die verantwortliche Lehrkraft nach den Aufgaben. „Sie hat gemeint, dass sie anspruchsvoll sind, aber gut machbar“, berichtete er. Für alle sei etwas dabei. Auch er selbst hielt die Aufgabenstellungen für relativ vielfältig.
Gernot Helmreich, der Ansbacher und Triesdorfer Chef, legte zu seinen Schularten dar: „Die Fach- und Berufsoberschulen bieten seit 55 Jahren gerade für Absolventinnen und Absolventen der Real-, Mittel- und Wirtschaftsschulen beste Anschlussmöglichkeiten, um sich schulisch weiter zu qualifizieren.“
Durch die fachpraktische Ausbildung in der elften Jahrgangsstufe seien die Bildungsstätten mit vielen Betrieben, Behörden oder sozialen Einrichtungen in der Region vernetzt. Neben einer hohen Allgemeinbildung ermöglichten sie den Schülerinnen und Schülern auch berufspraktische Erfahrungen.
Joachim Dengler, der Chef von Gymnasium und FOS in Neuendettelsau, findet „das Schöne an der Fachoberschule, dass es vor allem in der Jahrgangsstufe elf sehr praxisorientiert ist und dass die Schülerinnen und Schüler sich wirklich auch ausprobieren können in verschiedenen Praktikumsstellen“. Damit könnten sie seiner Ansicht nach recht früh einen ziemlich fundierten Einblick ins Berufsleben gewinnen.
Ansbach, Triesdorf und Neuendettelsau: Niemand fehlte am Mittwoch bei der ersten von vier schriftlichen Prüfungen. Bis 4. Juni heißt es nun durchhalten.
Berufliche Oberschule Ansbach: 284 Schülerinnen und Schüler
Berufliche Oberschule Triesdorf: 97 Schülerinnen und Schüler
Laurentius-FOS Neuendettelsau: 28 Schülerinnen und Schüler
Wie viele am ersten Tag fehlten: 0 Schülerinnen und Schüler
Letzte schriftliche Prüfung: 4. Juni