Ein Jahresprogramm mit Menschen, die ihre Landschaft lieben und lebendig machen: Unter dem Motto „Rothenburg – Stadt.Landschaft.Natur” will der Tourismus-Service zeigen, „wie eindrucksvoll Landschaftsbild, Kulturgeschichte und Naturerleben hier zusammengehören”.
Ein Jahr „zum Entdecken, Staunen und Mitgestalten”, verspricht das Orga-Team. Die Zielgruppe sind Menschen, die Natur erleben und gleichzeitig Kultur begreifen möchten, heißt es in einer Mitteilung.
Damit soll der Fokus auf „Rothenburg als Landschaftsgarten” weiterentwickelt werden, der 2020 mit den Themenjahren „Pittoresk” startete. Neben öffentlichen Anlagen, etwa dem Burggarten, dem Klostergarten oder dem Landschaftspark des Wildbads, öffneten dafür auch Privatleute ihre Gartentore und gewährten Besucherinnen und Besuchern Einblicke.
2026 soll nun die enge Verbindung zwischen Stadt, Landschaft und Natur in den Mittelpunkt rücken und erneut einen anderen Blick auf Rothenburg eröffnen. Die Lage hoch über dem Taubertal präge das Bild der Stadt – „malerisch, geschichtlich aufgeladen, voller überraschender Perspektiven”. Dieses Themenjahr öffne nun Türen, die sonst geschlossen bleiben, heißt es in der Mitteilung weiter.
Die Besonderheit des Programms: Der Tourismus-Service hat dafür Menschen gewinnen können, „die Rothenburgs Natur seit Jahrzehnten prägen”. Die Naturparkranger der Frankenhöhe zeigen ein vielfältiges Informationsprogramm zur Natur und Kulturlandschaft rund um Rothenburg; der Winzer Albert Thürauf erklärt seine historischen Rebsorten und die Besonderheiten des Tauberschwarz, Lothar Schmidt vom Taubermühlenverein betont die Bedeutung der Mühlen für die Region. Jäger Harald Krasser will seine Gäste mit zu nächtlichen Eulenwanderungen ins Steinbachtal nehmen, Gästepfarrer Dr. Oliver Gußmann Spiritualität und Landschaft in seinen Spaziergängen entlang historischer Pilgerwege verbinden.
Mit dabei sind auch die Märchenerzählerin Juliane Dehner mit märchenhaften Kinderführungen und Stadtförster Daniel Gros, der in seinen Waldführungen den Blick auf Klimawandel, Baumschäden und Zukunftsbaumarten richten will. Den Verkehrsverein Rothenburg, der Wege pflegt und Wandereinsätze organisiert, nennt der RTS ein „ehrenamtliches Rückgrat für das Naturerleben”.
Den Auftakt macht am 12. April ein offener Natursonntag im Wildbad. Von dort aus sind geführte kurze Touren geplant: Lothar Schmidt zeigt die historischen Mühlkanäle und erklärt deren Bedeutung für Kulturlandschaft und Wassermanagement. Stephan Michels will neue Sichtweisen auf Gartenkunst, Parkgeschichte und die ökologische Gestaltung am Tauberhang eröffnen.Naturparkranger der Frankenhöhe werden an diesem Tag in die Landschaft rund um die Landhege führen und die Naturphänomene des Frühjahrs sichtbar machen.
Warum dieses Themenjahr gewählt wurde? Der Tourismus-Service beantwortet diese Frage so: „Weil Rothenburg mehr ist als Mauern, Türme und Romantik. Die Stadt ist ein Landschaftsgarten – seit dem 19. Jahrhundert von Künstlern gefeiert, von Naturfreunden geliebt und heute wichtiger denn je.” Das Themenjahr baut auf diesen Wurzeln auf und zeigt Rothenburg als lebendigen Raum, in dem Natur und Kultur zusammenwirken und gemeinsam Zukunft gestaltet wird.