Tag für Tag stolperten die Kinder der Waldgruppe der Wiedersbacher Kita auf ihrem Weg ins Grüne über achtlos weggeworfenen Müll. Sie sammelten ihn auf - und schmiedeten zugleich eine Idee, die nun Realität wurde.
Wie man Umweltfrevler zum Nachdenken bewegen könnte - diese Frage beschäftigte die Kinder, die inzwischen Grundschüler sind und damals noch ihr Domizil im Eisenbahnwaggon im Wiedersbacher Gewerbegebiet hatten. Sie malten Schilder, um den Menschen ins Gewissen zu reden. Doch wohin mit diesen Tafeln?
Heuer im Februar schilderten die damaligen Vorschüler das Problem und ihre Idee Leutershausens Bürgermeister Markus Liebich. Der sei nicht schwer zu überzeugen gewesen, berichtete Kerstin Muller, die Leiterin der Wiedersbacher Tagesstätte, der die Waldgruppe angegliedert ist. Liebich trug die Vorschläge der Kinder ins Rathaus zu Gerald Ulrich, der bei der Stadt für Klimaschutz zuständig ist.
Das Ergebnis: Im Waldstück Rauenberg stehen jetzt an einem drei Kilometer langen Rundweg sieben von den Kindern gestaltete Tafeln, wetterfest laminiert, sowie ein Mülleimer, der regelmäßig von Bauhof-Mitarbeitern geleert wird. „Ihr sollt die Umwelt nicht mehr verschmutzen” lautet ein Appell, „Tiere sterben, wenn sie Müll fressen” ein anderer.
„Euer Wunsch hat sich erfüllt”, sagte Kerstin Muller, als die Schilder nun vorgestellt wurden. „Wir haben Eure Sorge um die Natur ernst genommen”, erklärte der Bürgermeister und dankte den Kindern für ihren „Blick für die Umwelt”. Und Förster Michel Reingruber, der für das Revier im Eigentum der Bayerischen Staatsforsten zuständig ist, attestierte den Initiatoren: „Ihr tut dem Wald etwas Gutes.”