Staatliche Bibliothek Ansbach erhält nagelneue Büste des „Wilden Markgrafen” | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 31.05.2025 11:00

Staatliche Bibliothek Ansbach erhält nagelneue Büste des „Wilden Markgrafen”

Der Lesesaal der Staatlichen Bibliothek Ansbach wurde um eine neue Büste bereichert. Es handelt sich um eine Kopie der Büste von Markgraf Carl Wilhelm Friedrich, besser bekannt als der wilde Markgraf. Geschaffen hat sie Domenico Ferretti in den 1730er Jahren.

Ferretti war damals Bildhauer am Ansbacher Schloss. Das Original steht auch heute in der Residenz, die meisten Ansbacher kennen die vergoldete Version auf dem Markgraf-Friedrich-Wilhelm-Brunnen auf dem Johann-Sebastian-Platz, informiert die Staatliche Bibliothek in einer Pressemitteilung.

Ein bisschen kleiner als das Original

Mit Unterstützung der Bayerischen Schlösserverwaltung wurde von dem Original ein 3D-Scan angefertigt. Mit diesem konnte dann eine detailgenaue Kopie im 3D-Druck-Verfahren angefertigt werden.

Die ist allerdings ein wenig kleiner als das Original, damit sie zu den anderen Büsten in der Bibliothek passt, erläuterte Bibliotheksleiter Christian Mantsch. Die Aufstellung erfolgte nun im Vorgriff der Rokoko-Festspiele. Diese feiern heuer Jubiläum, weil sie vor 75 Jahren erstmals stattfanden. Deshalb erstreckt sich das Programm auf volle neun Tage, beginnend mit dem 28. Juni. Die Staatliche Bibliothek beteiligt sich erstmals an den Rokoko-Festspielen.

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Die Bibliothek als „ständige Zierde Ansbachs”

Mit der Büste werde „an den Markgrafen, der 1738 die Schlossbibliothek samt Münzkabinett in eine Stiftung überführte“, erinnert. Der Fundationsbrief, eine handgeschriebene Urkunde auf Pergament, befindet sich als Kopie im Bestand der Bibliothek. Das Schreiben stellte sie auf ein rechtlich solides Fundament und legte fest, dass sie „niemals geteilet“ werden sollte. Durch die fürstliche Unterstützung wuchs die Sammlung stetig und wurde zu „einer ständigen Zierde Ansbachs“.

Anlässlich der Rokoko-Festspiele bietet die Bibliothek zwei Führungen an: am Mittwoch, 2. Juli, um 15 Uhr und am Samstag, 5. Juli, um 11 Uhr. Gezeigt werden dabei unter anderem die prachtvollen Bände der Markgrafenzeit, der Fundationsbrief auf Pergament, die neue Büste des Markgrafen sowie die wechselvolle Geschichte des Bibliotheksgebäudes. Eine Anmeldung ist über die Bibliothek möglich.

Christian Mantsch, der Leiter der Staatlichen Bibliothek Ansbach, zeigt neben der neuen Büste von Markgraf Carl Wilhelm Friedrich den Fundationsbrief. (Foto: Robert Maurer)
Christian Mantsch, der Leiter der Staatlichen Bibliothek Ansbach, zeigt neben der neuen Büste von Markgraf Carl Wilhelm Friedrich den Fundationsbrief. (Foto: Robert Maurer)
Christian Mantsch, der Leiter der Staatlichen Bibliothek Ansbach, zeigt neben der neuen Büste von Markgraf Carl Wilhelm Friedrich den Fundationsbrief. (Foto: Robert Maurer)
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