Die Kanalsanierung im Burgoberbacher Gemeindeteil Neuses hat begonnen. Bürgermeister Gerhard Rammler gab mit Vertretern der beteiligten Firmen und dem Ingenieurbüro den Startschuss.
Am südlichen Ortsrand an der Ortsgrenze in Richtung Dierersdorf begannen die Arbeiten. Bis zur Fertigstellung der neuen Abwasserkanäle rechnet Rammler mit einer Bauzeit von zwei Jahren, in denen die Bewohner von Neuses mit Einschränkungen rechnen müssen.
Wegen des schlechten Zustands der Kanäle und des hohen Fremdwasseranteils in der Burgoberbacher Kläranlage wird in Neuses vom Misch- auf ein Trennsystem umgestellt. Bis auf wenige Ausnahmen, zum Beispiel im Nord-Westen, hängt der gesamte Ort aktuell an dem Mischsystem. Die Kosten für den Kanalbau werden nach aktuellem Stand auf etwas über 4,5 Millionen Euro geschätzt, so berichtete Bürgermeister Rammler.
Im Vorfeld der Tiefbauarbeiten wurde eine Beweissicherung durchgeführt, um hinterher leichter feststellen zu können, ob durch die Arbeiten Schäden an den Häusern entstanden sind. Der erste Bauabschnitt betrifft nun den südwestlichen Teil des Ortes. Ab Frühjahr 2026 ist dann der Abschnitt vom Westen bis zur Dorfmitte geplant.
Im Anschluss an den Kanalbau wird eine Dorferneuerung durchgeführt werden. Für den Kanalbau zeichnet die Firma Antritt aus Arberg verantwortlich. Im Zuge der Baggerarbeiten werden auch Leerrohre für Glasfaserleitung verlegt. Die Fernwasserversorgung Reckenberg-Gruppe wird eine umfangreiche Sanierung der Wasserleitungen durchführen.
Erst im nächsten Jahr stehen die Straßenbauarbeiten auf der Agenda. Der Gemeinderat hatte einstimmig die Firma Thannhauser aus Fremdingen beauftragt. Im nördlichen Teil des Ortes ist ein Vollausbau geplant, den die Gemeinde finanziert.