Der Ansbacher Felix Straub hat seinen Weltmeistertitel als Anschieber im Viererbob von Francesco Friedrich verteidigt. Beim auf drei Läufe verkürzten Wettkampf in Lake Placid ließen sie der Konkurrenz keine Chance.
Noch vor wenigen Wochen sah es nach einem engen Dreikampf um den Weltmeistertitel im Viererbob aus. Vor allem der Brite Bradley Hall war dem Titelverteidiger auf die Pelle gerückt und hatte die Weltcuprennen in Winterberg, wo Friedrich im Vorjahr den WM-Titel gewonnen hatte, und in St. Moritz gewonnen. Auch sein deutscher Dauerrivale Johannes Lochner war ihm zuletzt immer näher gekommen.
Doch als es auf der Olympiabahn von 1932 und 1980 im US-Bundesstaat New York darauf ankam, rückte der vielfache Olympiasieger die Verhältnisse wieder zurecht und holte seinen insgesamt 16. WM-Titel und den siebten in Folge im Viererbob. Für Felix Straub war es der zweite.
Bereits nach dem ersten Tag mit nur einem Lauf statt wie üblich zwei Durchgängen hatte Team Friedrich einen Vorsprung von 0,29 Sekunden auf Lochner und 0,31 Sekunden auf Hall. Der zweite Lauf, bei dem Lochner in Kurve fünf bei schmelzendem Eis auf Beton gefahren war und sich einen großen Rückstand eingehandelt hatte, wurde anschließend annuliert.
Im dritten Lauf legte Friedrich mit seinen Anschiebern Matthias Sommer, Alexander Schüller und Straub mit 4,94 sec noch einmal seine Startbestzeit vom ersten Lauf hin und war damit um acht Hundertstel schneller als Lochner. Bis ins Ziel hatte der Bob-Dominator den Vorsprung auf 0,54 sec vor Lochner und 0,56 sec vor Hall ausgebaut.
Beim Schlussdurchgang legte der Brite eine starke Zeit vor, doch Lochner war nochmal deutlich schneller und versuchte damit, seinen Konkurrenten unter Druck zu setzen. Nach der identischen Startzeit von 4,96 sec verlor Friedrich in der Bahn mit der nur siebtschnellsten Geschwindigkeit zwar noch etwas an Boden, brachte aber einen sicheren Vorsprung von 0,28 Sekunden ins Ziel. Hall wurde mit 0,48 Sekunden Rückstand Dritter.