Ob als Heidelbeeren oder hip klingenden „Blueberries“ auf Englisch - vor allem wegen ihrer Vitamine, wertvollen tiefdunkelblau-violetten Pflanzenstoffen (Anthocyane) und dem Beinamen Superfood ziehen die blaulila Beeren in allen möglichen Formen Kunden an.
Doch was als teure Waldheidelbeere (Vaccinium myrtillus) angeboten wird, entpuppt sich häufig als billige Fälschung, warnt die Verbraucherzentrale NRW. So hätte bereits ein Test des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) 2024 ergeben, dass 50 Prozent der untersuchten Proben aus dem Einzelhandel keine echten Waldheidelbeeren seien.
Ein besonderes Risiko, für etwas zu bezahlen, das gar nicht in der Packung steckt, gäbe es bei Nahrungsergänzungsmitteln in Kapselform, in denen oft Wildheidelbeerpulver oder Extrakte daraus enthalten sein sollen.
Ob Kapseln oder Fruchtsäfte: Die Verbraucherschützer werteten Studien aus, die da auf ganz andere Zusätze kommen:
„Das sind klare Fälle von Lebensmittelbetrug, auch Food Fraud genannt“, erklärt Angela Clausen von der Verbraucherzentrale. Besonders tückisch sei: Diese Produkte sehen aus und schmecken oft wie solche mit dem Original.
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