„Skyr“ klingt wie ein Zauberwort: Man verbindet damit ein trendy Produkt – Proteine satt und gern wird der Beiname „isländisches Superfood“ betont. Gegen das hippe und attraktive Milchprodukt hört sich der Nachbar im Kühlregal regelrecht altmodisch an: „deutscher Magerquark“. Dabei gelten beide als ähnlich sättigend, fett- und kalorienarm.
Sowohl Skyr als auch Quark werden durch Säuerung aus Milch hergestellt und gehören zur Gruppe der Frischkäse. Doch welches der beiden Produkte punktet mehr? „Ob Skyr oder Quark die bessere Wahl ist, hängt von persönlichen Vorlieben ab. Günstiger ist in der Regel jedoch Magerquark“, sagt Daniela Krehl, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern.
Für welches Produkt man sich auch entscheidet – wichtig ist laut der Ernährungswissenschaftlerin, dass man möglichst zur puren Variante greift, wenn man es ernst nimmt mit der bewussten Ernährung. Denn für beide Produkte gäbe es oft angereicherte Fruchtvarianten, denen extra Aromen und Zucker zugesetzt werden. Die schmälern die positiven Eigenschaften der verwandten Milchprodukte. Besser sei es, jeweils die naturbelassene Variante mit eigenen Toppings zu versehen, etwa mit frischem Obst oder Nüssen.
Magerquark enthalte laut der Verbraucherschützerin oft etwas mehr Eiweiß. Sie wollen es genau wissen? Das Bundeszentrum für Ernährung hat es konkret aufgeschlüsselt:
Geschmacklich sei Skyr oft milder, während Quark eine festere Struktur und eine leicht säuerliche Note besitzt. Geht es um eine cremigere Konsistenz, hat ebenfalls die isländische Version die Nase vorn. Doch da gibt es für Quarkfreunde einen Trick: „Wer Quark cremiger mag, kann etwas Milch oder Sprudelwasser einrühren“, lautet da der Tipp von Daniela Krehl.
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